Stadtverband Schriesheim
"Wir nehmen die Menschen, so wie sie sind!"
NEWS
MTB 22/2012: Wer hat Angst vor der Konkurrenz?
Die Grünen in Baden-Württemberg wollen mit einer Gesetzesänderung mehr Frauen in die Gemeinderäte bringen. Zur Kommunalwahl 2014 sollen Parteien Wahllisten mit ebenso vielen Frauen wie Männern aufstellen. Die Fraktionsvorsitzende der grünen Landtagsfraktion Edith Sitzmann "will per Erlass kontrollieren, dass die Parteien ernsthaft nach Frauen gesucht haben, die sich aufstellen lassen wollen. Wenn sich eine Partei nicht an die Vorgaben hält, soll sie von den Wahlen AUSGESCHLOSSEN werden.", berichtet der SWR am 15. Mai. Warum das? Und warum jetzt? Mit der Piratenpartei hat das ganz sicherlich nichts zu tun, die den Grünen bei den Landtagswahlen allenthalben Stimmen abjagt (und zu 85 Prozent aus männlichen Mitgliedern und Mandatsträgern besteht)... Auch so kann man unliebsame Konkurrenz loswerden und „per Erlass kontrollieren“ (Sitzmann)…
Die Kreisvorsitzende der Grünen wird in der RNZ wie folgt zitiert, „dass Frauenarmut in der Kommunalpolitik (…) an einer männlich orientierten politischen Kultur liege.“
Das ist wahr: Seit 1988 vertreten männliche Abgeordnete der Grünen unseren Wahlkreis im Stuttgarter Landtag.
Es geht aber auch anders: 2006 und 2011 traten hier zur Landtagswahl mit Birgit Arnold und Susanne Krüger zwei (FDP-)Frauen an. Und die Vorgängerin von Birgit Arnold im Mandat war 1998 Liselotte Schweikert.
Vielleicht sind die Grünen mit ihren Bemühungen um Gleichstellung ebenso auf der Höhe der Zeit wie 1980. Damals forderten sie ein Verbot von PCs, um den "gläsernen Bürger" zu verhindern. Wie würde sich das heute auswirken? Kein/e Kandidat/in dürfte gelistet werden, die einen PC, einen Laptop, iPod, iPad oder iPhone besitzt/benutzt oder damit über Facebook sogar Wähler/innen oder Kandidat/innen mobilisieren kann.
Herzlichste Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender, FDP Schriesheim
„Wir nehmen Menschen so, wie sie sind!“

MTB 21/2012: Rotgrün blockiert Steuersenkung für kleine und mittlere Einkommen - dafür mehr Solarförderung
Die von der schwarz-gelben Koalition geplante Steuersenkung ist vorerst gescheitert. Im Bundesrat gab es am Freitag, den 11. Mai in Berlin keine Mehrheit für die von 2013 an geplante Entlastung um jährlich bis zu 6,1 Milliarden Euro. Die von SPD und Grünen geführten Länder blockieren weiter die Pläne zum Abbau der „kalten Progression“. Diese „heimlichen Steuererhöhungen“ sind Folge von Lohnerhöhungen, die nur den Preisanstieg ausgleichen. Der Arbeitnehmer hat nicht mehr in der Tasche, nur der Fiskus profitiert. Gegen den Abbau der kalten Progression für kleine und mittlere Einkommen, aber dafür für höhere Solarförderung. Das ist Umverteilung von unten nach oben. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung liebe SPD und liebe Grüne!
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender FDP Schriesheim

MTB 21/2012: Herzlichen Glückwunsch an Christian Lindner nach NRW zum 2. FDP-Erfolg innerhalb von 14 Tagen.
Den Liberalen wird seit 200 Jahren ständig und vergebens das Totenglöcklein geläutet. Wird dieser Eifer nicht langsam langweilig? Da müssen ja jetzt viele Leute ganz schön rote Ohren bekommen.
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender FDP Schriesheim

"Totgesagte leben länger!"
"Die FDP und die katholische Kirche haben die Auferstehung gemeinsam." Birgit Homburger, FDP-Landesvorsitzende Baden-Württemberg
MTB 20/2012: Herzliche Einladung zu Frank Schäffler!
Die FDP Schriesheim lädt Sie herzlich zu folgender Veranstaltung ein:
Am Donnerstag, 21. Juni 2012 um 19.30 Uhr Gästehaus "Hauser"
kommt das Mitglied des Bundesvorstandes der FDP und des Landesvorstandes NRW MdB Frank Schäffler (Ehemaliger Obmann im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages).
Die FDP hatte als einzige Partei einen Mitgliederentscheid zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) durchgeführt. Frank Schäffler, der so genannte "Euro-Rebell" hatte seinerzeit diesen Mitgliederentscheid in führender Funktion initiiert.
Er wird zu folgendem Thema sprechen:
"Nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich - wie geht’s weiter mit dem EURO?"
Frank Schäffler wird darauf eingehen, dass die Sparkommissare der EU in den Krisenländern weder Staatsfinanzen noch bürokratische Regelungswut unter Kontrolle haben. Deren Sozialversicherungssysteme stünden vor dem Bankrott.
In den Krisenstaaten Europas selbst werde die Sparpolitik von den Betroffenen gehasst. Die Wahl in Griechenland zeige diesen Hass und das Wuchern der extremen politischen Ränder. Gehasst wird die Sparpolitik außerdem von allen linken Politikern und Gruppen Europas.
Frank Schäffler wird die möglichen Auswege aus diesem Dilemma aufzeigen und mit den Anwesenden diskutieren.
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender FDP Schriesheim

MTB 20/2012: MdL Jochen Haussmann (FDP): Regierung will keine Bürgerbeteiligung bei Windkraft!
„Die FDP (...) hat mit ihrem eigenen Gesetzentwurf bewiesen, dass sie für den Ausbau der Windenergienutzung in Baden-Württemberg eintritt. Dabei setzen wir auf Rechtssicherheit für Investoren und Gemeinden. Die Verpflichtung der Regionalverbände zum Ausweisen (...) von Eignungsgebieten, bedeutet Rückenwind für die Windkraft. Die Regierungsfraktionen haben sich über die ganzen Beratungen hinweg mit einer frappierenden Beharrlichkeit gegen die Verankerung von mehr Bürgerbeteiligung in ihrem Gesetzentwurf gewehrt. Die ‚Bürgerregierung‘ und die ‚Politik des Gehört-werdens‘ existieren offenbar nur in der Theorie. Wir dagegen haben in unserem Entwurf eine Ergänzung von § 12 Landesplanungsgesetz vorgesehen. Diese würde eine frühzeitige Bürgerbeteiligung vorsehen. Mit ihrer Verweigerungshaltung schlägt Grün-Rot jedoch das laue Lüftchen der Bürgerbeteiligung in den Wind. Wenn es um mehr Windkraftanlagen geht, stört bei Grün-Rot wohl der Bürger.“

MTB 19/2012: Nach Orientierungslosigkeit im Länderfinanzausgleich schwenkt Grün jetzt auf FDP-Linie ein – Lob vom FDP-Fraktionsvorsitzenden für den Ministerpräsidenten
Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke, hat den grünen Ministerpräsident Kretschmann dafür gelobt, im Streit über den Länderfinanzausgleich auch eine Verfassungsklage anzustreben. Rülke begrüßte die Einsicht des Ministerpräsidenten, der damit auf die Linie der Liberalen einschwenkt. „Ohne die konkrete Drohung, vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen, bewegt sich nichts“, sagte Rülke. Der politische Umschwenk der Landesregierung innerhalb von 24 Stunden war nötig geworden, als der ursprüngliche Vorschlag der Grünen zur Reform des Länderfinanzausgleichs bei allen anderen Parteien im Südwesten auf harsche Kritik stieß. «Beim ersten Lesen des Vorschlags der Grünen zum Länderfinanzausgleich fragt man sich, ob es sich um einen
verspäteten Aprilscherz handelt», sagte die CDU. Die SPD erklärte, mit dem grünen Konzept würde die Deckungslücke im Haushalt deutlich übersprungen. «Offensichtlich haben die Grünen aus dem Land den Auftrag missverstanden.» FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke forderte die grünrote Landesregierung erfolgreich auf, sich von «diesem Unsinn» zu distanzieren. Das am Freitag in München vorgestellte Konzept der grünen Landtagsfraktionen aus Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sieht vor, den bisherigen Finanzausgleich mit seinem Volumen von sieben bis acht Milliarden Euro jährlich komplett abzuschaffen. Stattdessen soll der Bund ein neues System für die Aufteilung der Umsatzsteuer unter den Ländern einführen. "Für Baden-Württemberg würde dies ein Einnahmeverlust von knapp 700 Millionen Euro pro Jahr bedeuten." Weder CDU, SPD noch FDP "hätten sich im schlimmsten Alptraum vorstellen können, dass die Grünen auf die Idee kommen, die Lage Baden-Württembergs im Länderfinanzausgleich noch mal verschlechtern zu wollen." Daher ist jetzt die bereits von der früheren Landesregierung vorbereitete Verfassungsklage auch für Herrn Kretschmann der einzig gangbare Weg.
Herzlichen Glückwunsch Wolfgang Kubicki!
Der Stadtverband Schriesheim gratuliert Wolfgang Kubicki und seinen Parteifreundinnen und Parteifreunden aus Schleswig-Holstein zum Wiedereinzug in den Kieler Landtag mit dem selbst vorhergesagten Ergebnis. Diese Prognose hatte Wolfgang Kubicki bereits vor Monaten vertreten, als alle anderen der FDP das Totenglöcklein läuteten. Weiter so und viel Erfolg bei den möglichen Koalitionsverhandlungen an der Förde!
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender

MTB 18/2012: Keine Gemeinschaftsschule in Schriesheim !
In der Gemeinderatssitzung letzten Mittwoch, den 25.April, hat der Gemeinderat mit 15 zu 12 Stimmen den Antrag auf Umgestaltung der Haupt- und Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule abgelehnt. Mit großer Verwunderung werden viele gelesen haben, dass ich, als FDP-Stadtrat, für diesen Antrag gestimmt habe.
Dies ist mir auch wirklich nicht leicht gefallen, denn ich bin ein erklärter Befürworter eines durchdifferenzierten, mehrgliedrigen Schulsystems, in dem neben Gymnasium und Realschule auch für andere Schulformen Platz ist.
Auch bin ich ein entschiedener Gegner der „Politik des Systemwechsels“ unserer derzeitigen Landesregierung. Denn das muß man sehen : wenn von Seiten der Regierung gesagt wird, dass in 10 Jahren die Gemeinschaftsschule die dominierende Schulform sein soll, dann heißt das nicht nur das Aus für die ohnehin an stark rückgehenden Schülerzahlen leidenden Haupt- und Werkrealschulen, denen schon seit vielen Jahren das Totenglöckchen geläutet wird. Sondern dann heißt das auch - logischer und konsequenter Weise - dass auch unsere Realschulen diesen Systemwechselprozeß nicht überleben „dürfen“. Die Realschulen aber sind ein Erfolgsmodell, denn gerade sie bieten auch eher praktisch begabten oder spät entwickelnden Kindern einen Weg zum Abitur und sind daher sowohl für Schüler des Gymnasiums, wie auch für Hauptschüler ein gutes, zusätzliches Angebot. Aber es gibt jetzt eben nur noch eine „allein- selig- machende“ Schulform in Ba-Wü.
Zwar rennen die Eltern unseren Realschulen die Türen ein, aber gerade deshalb sind die Realschulen, nicht zuletzt wegen ihrer G-9-Abitur-Option, der Hauptkonkurrent der Gemeinschaftsschule. Die baden-württembergischen Realschulen haben daher von dieser Regierung nichts mehr zu erwarten. Das sieht man exemplarisch am Fall der Feudenheimer Realschule, in der Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler die Option eines 11. Schuljahres anbieten wollten, was aber von der Kultusministerin verhindert wird, weil es eben nur noch eine „allein-selig-machende“ Schulform in Ba-Wü geben darf. Soviel auch zur „Politik des Gehört-werdens“, mit der auch die Elterninitiative eines Bammentaler Gymnasiums so ihre Erfahrungen machen durfte.
Die Gymnasien genießen noch befristeten Bestandsschutz, das hat auch mit Wählerklientel zu tun, denn der Schulversuch der Gemeinschaftsschule wird ja nicht an den eigenen Kindern durchgeführt. Allerdings werden auch die Gymnasien zurückstecken müssen, zum Beispiel wird der Klassenteiler, entgegen Wahlversprechen, nur noch für die Gemeinschaftsschule gesenkt. Alle finanziellen Ressourcen aus dem „Schultopf“, dienen vornehmlich dem Anschub des Systemwechsels. Wenn dann gutgehende Schulen kritisieren, dass bei einer derartigen Privilegierung der einen Schulform, für die anderen nur weniger im Topf bleiben kann, sagte die Ministerin, life in Schriesheim, schnippisch : „dann stellen Sie doch auch einen Antrag !“ Soviel zur „Freiwilligkeit“ eines „Schulversuchs“. Aber da haben die grünen Schulpolitiker eben aus Hamburg gelernt. Denn dort wurde dieser Systemwechsel durch eine Volksabstimmung gestoppt. Deshalb kommen sie in Ba-Wü jetzt „von hinten“, nämlich mit „Freiwilligkeit durch Privilegierung“. So könnte man die Kritik noch seitenweise weiterführen.
Bei der Abstimmung im Schriesheimer Gemeinderat, ging es aber nicht um all diese landespolitischen Fragen. Es ging darum, dass es in Schriesheim immer Kinder gab und geben wird, die nicht auf Gymnasium oder Realschule gehen werden oder die das Gymnasium oder die Realschule (vor Schulzeitende) wieder verlassen werden. Für diese Kinder und Jugendlichen sollte die Schulstadt Schriesheim auch eine Schule anbieten können. Dies wäre ein klarer Standortvorteil für die Schulstadt Schriesheim. Auch sehe ich keinerlei Konkurrenz- oder Imageprobleme zwischen und für die Schulen Schriesheims, da unsere Realschule und unser Gymnasium glänzend dastehen. Die Schüler- und Anmeldungszahlen beweisen dies. Aber unsere Haupt- und Werkrealschule hat mittelfristig nur noch wenige Chancen. Mit diesem Antrag hätte sie vielleicht(!!) etwas mehr Chancen gehabt, wobei wir dies natürlich auch nicht wissen. Diese Option wollte ich aber der dritten weiterführenden Schule in Schriesheim, und für die Schulstadt Schriesheim, nicht verschließen. Daher habe ich meine Stimme - bei allen Bauchschmerzen mit der Landespolitk - für diesen Antrag abgeben.
Soviel mal wieder zur Kommunalpolitik. Bleiben Sie uns gewogen. Denn Sie wissen ja :
Ihre FDP : vernünftig-menschlich-liberal
Ihr Stadtrat, Wolfgang Renkenberger

MTB 17/2012: Freie Marktwirtschaft und Wettbewerb auch für Erneuerbare Energien!
Dem bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) gehen die aktuellen massiven Kürzungen bei der Solarförderung immer noch nicht weit genug. Der Liberale fordert einen kompletten Ausstieg aus der bisherigen EEG-Förderung und stattdessen so genannte 'Grünstrom-Zertifikate' für Energieversorger: „Wir müssen auch bei den erneuerbaren Energien die Marktkräfte ins Spiel bringen. Ich stelle mir das folgendermaßen vor: Wir geben das bürokratische, überkomplexe und teure System von Einspeisevorrang und gesetzlichen Einspeisevergütungen auf.“ Stattdessen solle der Bund die Energieversorger verpflichten, bestimmte Anteile ihres Stroms aus erneuerbaren Energien zu decken - und zwar ohne gesetzlich garantierte Preisvorteile. Nur so schaffe man Anreize, „jeweils die effizienteste und kostengünstigste Technik einzusetzen“ und die Verbraucherpreise konstant zu halten.
MTB 17/2012: Mit der Gemeinschaftsschule führt grünrot einen Verdrängungskampf gegen das fünfgliedrige Schulwesen!
Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion in Stuttgart Dr. Tim Kern meinte dazu: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel spricht öffentlich in der Presse über die Gemeinschaftsschule, die nach dem Willen der Regierung in rund zehn Jahren die Schullandschaft in Baden-Württemberg dominieren soll. Der Ministerpräsident Winfried Kretschmann kündigt an, die Einführung der Gemeinschaftsschule sei der erste Schritt weg vom gegliederten Schulsystem. Und genau dies ist der Unterschied zwischen linker Schulpolitik und liberaler Schulpolitik: Grün-Rot meint zu wissen, welche Schulart für unsere Schülerinnen und Schüler die beste ist. Wir Liberale aber wollen in Baden-Württemberg keine einseitige Dominanz gleich welcher Schulart, sondern wir wissen, dass die Menschen unterschiedliche Begabungen und auch unterschiedliche Motivationen haben. Und genau aus diesen guten und wohlüberlegten Gründen halten wir Liberale am differenzierten, leistungsgerechten Schulsystem fest und werden in aller Klarheit die Menschen in unserem Land über Ihre wahren Motive aufklären: Grün-Rot will mittelfristig nur noch eine einzige Schulart in Baden-Württemberg haben, nur fehlt der Regierung bislang jedenfalls der Mut zur Ehrlichkeit, das auch so offen zuzugeben. Grün-Rot führt eine völlig neue Schule ein, ohne hierfür ausgearbeitete Bildungspläne und ohne eine entsprechende Lehrerfortbildung!

MTB 16/2012: FDP blockiert Schriesheim!
Leider musste ich feststellen, dass im letzten Beitrag der Partei B`90/Die Grünen im Mitteilungsblatt, einige Behauptungen über das Agieren des FDP - Stadtrates im Rahmen der jüngeren GR-Sitzungen aufgestellt werden, die einer Überprüfung der Tatsachen nicht standhalten . Im Folgenden zähle ich diese Behauptungen auf und erlaube mir, sie zu widerlegen:
Die FDP im Gemeinderat hätte blockiert:
1) Den Ökostromanteil bei kommunalen Gebäuden : Falsch ! Als FDP-Stadtrat habe ich, im Rahmen dieser „Versteigerung“, für 25% gestimmt und habe öffentlich erklärt, dass ich bis 50% mit mir hätte handeln lassen.
2) Haushaltsentwurf für 2012 : Falsch ! Es fand keine Blockade durch die ablehnenden Stimmen statt, da eine Mehrheit dafür stimmte. Darf man denn nicht mehr anderer Meinung sein ?
3) Eine neue Schulsozialarbeiterstelle fürs Kurpfalzschulzentrum : Falsch ! Als FDP-Stadtrat habe ich mich für eine Stelle eines Schulsozialarbeiters eingesetzt! Ich sogar einen eigenen Antrag zu Schaffung einer Stelle eines Schulsozialarbeiters eingebracht. Dies könnte darauf hinweisen, wie wichtig der FDP ein Schulsozialarbeiter ist. Weitere Zusammenhänge hierzu, habe ich in einem Artikel des vorletzten Mitteilungsblattes sowie einem Leserbrief in der RNZ zu diesem Thema, wie auch schon in zwei ausführlichen Redebeiträgen am Sitzungsabend erschöpfend erklärt. Insofern ist diese Behauptung geradezu verleumderisch. Richtig ist nämlich auch, dass die GL geschlossen gegen den FDP-Antrag zur Schaffung einer Schulsozialarbeiterstelle gestimmt hat (selbstverständlich aus „rein sachlichen“ Erwägungen).
4) Einen Bürgertag über das Thema demographischer Wandel : Falsch ! Als FDP – Stadtrat habe ich mich eindeutig und unmissverständlich für einen Bürgertag aus gesprochen ! Bei der Abstimmung war ich nicht im Saal, jedoch hätte die Stimme der FDP auch keine Mehrheit für den Bürgertag herbeigeführt.
Viermal behauptete Blockade. Viermal nachweislich falsche Information als „Wahrheit“ unters Volk gebracht. Aber an der Demokratieverdrossenheit sind ja immer die anderen schuld. Die schon grundsätzliche Missachtung von Andersdenkenden lässt sowieso immer deutlicher auf das Demokratieverständnis einiger Ratskollegen schließen. In diesem Zusammenhang noch ein Zitat : „egal, wie gut politische Vorlagen sind“, „FDP blockiert diese“. Das hat man mal in Schriesheim über die GL gesagt, zu Zeiten eines Bürgermeister Riehl. Aber schnell ist vergessen, wie es ist, „die andere Meinung“ zu haben. So ändern sich die Sichtweisen der GL. Auch dies lässt mal wieder tief blicken.
Zuletzt noch 3 Fragen zur Formulierung, die FDP im Rat, würde „im Schlepptau der CDU“ agieren: War früher die GL mal im Schlepptau der SPD? Oder ist jetzt die SPD im Schlepptau der GL? Oder war zu Riehls Zeiten die FDP im Schlepptau von SPD & GL? Auch hier wieder das Phänomen: nur man selbst hat eine eigene Meinung. Vor solchen „Demokraten“ kann man nur warnen: Wehret den Anfängen!
Gut, dass es noch die FDP – Die Liberalen gibt. Und keine Angst, wir lösen uns nicht in Luft auf, nur weil grad die Umfragen im Keller sind. Soviel mal wieder zur Kommunalpolitik. Bleiben Sie uns gewogen. Denn Sie wissen ja: Ihre FDP : vernünftig-menschlich-liberal
Herzlichst, Ihr Stadtrat Wolfgang Renkenberger
Sehen Sie dies als Freiheit?
Josef Joffe, Herausgeber der "Zeit", hat es vor einigen Wochen im "Handelsblatt" so ausgedrückt: Die Grünen wollten "uns zwar von den Ketten der alten Moral befreien, uns aber gleichzeitig neue anlegen. Wir dürfen dieses nicht sagen und jenes nicht tun. Sonst sind wir Islamophobe, Klimawandelleugner, Drittwelt-Verächter oder Umweltvernichter."
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender

Eine alte Forderung der Grünen aus den 80ern: 5 DM je Liter Benzin.
MTB 15/2012: Zitate
"Überall wo es zu viele heilige Kühe gibt, mangelt es an Milch." Philip Rosenau
"Moralisten kratzen vor allem dort, wo andere nichts juckt." K. K. Aude
"Nach der bitteren Wahrheit wird am Lautesten gerufen. Bei ihrer Verkündigung hören aber nur die Tauben zu." K. K. Aude
"Die meisten Menschen möchten keine Liberalen sein. Sie wollen nur so leben wie welche." K. K. Aude
"Wie, Sie möchten auch noch nach 18 Uhr einkaufen?"
Leserbrief in der RNZ vom 10.04.2012: "Unehrlich ?"
Ich unterschreibe alle Argumente für(!) einen Schulsozialarbeiter ! Die FDP sieht in einem Schulsozialarbeiter einen Standortvorteil für die Schulstadt Schriesheim !
Ich sehe aber keinen Bedarf, und deshalb auch kein Geld, für einen zweiten Sozialarbeiter für dieselben (!) Jugendlichen. Das mag man als „rigoros“ oder gar als „ignorant“ diffamieren, aber das ist meine Meinung - ganz ehrlich. Deshalb habe ich gegen den Antrag der GL gestimmt. Das habe ich ausführlichst begründet.
Weshalb mein Abstimmungsverhalten als unehrlich hingestellt wird, ist mir unbegreiflich. Vielleicht ist es hingegen unehrlich, darstellen zu wollen, die FDP hätte gegen einen Schulsozialarbeiter gestimmt.
Auch über die Situation des Jugendgemeinderates und des PUSH-Geländes haben wir diskutiert. Meine Meinung, nämlich dass die Stadt niemand bezahlen muß, um den Jugendgemeinderat zu leiten oder das PUSH-Gelände zu verwalten, mag man anders sehen. Aber mit „freies Spiel der Kräfte“ oder gar „kaputtmachen“ (im Kommentar : „einfach wegschmeißen“) ist dies bewußt falsch interpretiert worden. Meine Formulierungen wären „sich entwickeln lassen“, „wohlwollend beobachten“ und ja, „auf den Prüfstand stellen“.
Die vier scheinbar vorbildlichen Beispiele aus der Nachbarschaft, hat die RNZ schlecht gewählt : Edingen-Neckarhausen hat auch nur 1 Sozialarbeiter, Heddesheim hat auch nur 1 Sozialarbeiter plus 1 FSJ-Stelle (wie Schriesheim), Dossenheim hat auch keinen Schulsozialarbeiter.
Einzig Ladenburg könnte hier als Vorbild dienen. Dieser Vorbildcharakter gilt offensichtlich aber nicht für die Ladenburger Haushaltspolitik.
Die FDP wird sich weiter für einen Schulsozialarbeiter für Schriesheim einsetzen, auch in Diskussion mit den anderen Parteien, aber ohne den „Alles-oder-nichts-Trotz“ der Antragsteller vom 28.03..
Die FDP wird, als Mitglied, weiterhin den PUSH-Verein, nach Möglichkeiten, in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützen. Und die FDP wird sich weiterhin für einen Jugendgemeinderat einsetzen, der selbstständig arbeitet.
Und wenn schon der Ökostromvergleich herangezogen wird : auch die Jugendsozialarbeit scheint wohl so ein Thema in Schriese zu sein, das man nicht sachlich, sondern ausschließlich mit religiösem Eifer bereden kann. Gut, dass es aber noch liberale Geister in Schriesheim gibt.
Wolfgang Renkenberger, Stadtrat

MaMo vom 04.04.2012:
Als erste Partei befasst sich die FDP mit der auch für die Weinstadt angedachten Gemeinschaftsschule
„Neue Schulform kommt zu schnell“
Will die Landesregierung auf Kosten der bereits bestehenden Schultypen die von ihr favorisierte Gemeinschaftsschule durchsetzen? Darüber referierte auf Einladung des Schriesheimer Ortsverbandes der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Timm Kern.
Interessant ist dieses Thema in Schriesheim schon deshalb, werden hier doch alle Schultypen bereits in einem Schulzentrum angeboten. Wie Stadtrat Wolfgang Renkenberger mitteilte, hat die Werkrealschule, die derzeitig noch einzügig geführt wird, einen Antrag auf Gemeinschaftsschule gestellt. Dazu gebe es auch keine Alternative, wolle man den Schulstandort Schriesheim nicht schwächen. Haupt- und Werkrealschule würden dann zur Gemeinschaftsschule, Gymnasium und Realschule bestehen bleiben.
Die Regierung wolle mit der Einführung der Gemeinschaftsschule mittelfristig weg vom gegenwärtigen Schulsystem, glaubt dagegen Kern. Er zitierte den SPD-Fraktionsvorsitzenden Schmiedel, wonach die Gemeinschaftsschule in zehn Jahren die dominierende Schulform sein werde. Dort sollten Kinder unterschiedlichster Talente gemeinsam unterrichtet, Klassen zu Lerngruppen und Lehrer zu Lernbegleitern werden, Zensuren und Sitzenbleiben der Vergangenheit angehören.
Dass die leistungsstarken Schüler die schwächeren unter ihre Fittiche nehmen, werde jedoch nicht gelingen, glaubt Kern. So wie sie derzeit anlaufe, befürchtet der Liberale, werde die Gemeinschaftsschule eine Restschule, doch dafür sei dieses Konzept zu schade. Er sei kein radikaler Gegner der Gemeinschaftsschule, betonte er, denn es gebe bereits Schulen, die in dieser Richtung pädagogisch ausgerichtet seien, etwa die Waldorfschulen.
An dem gegenwärtigen Konzept kritisiert wurde von Kern, dass dieser Bildungstyp ohne Vorlaufzeit und ohne Bildungspläne aus dem Boden gestampft, zu schnell eingeführt werde und die Pädagogen dafür noch nicht ausgebildet seien. Solle dieser Schultyp erfolgreich sein, dann müsse man sich mehr Zeit nehmen. Außerdem beanstandete Kern, dass die Landesregierung die Gemeinschaftsschule gegenüber den anderen Schularten privilegiere.
Dies sei eine Politik des "goldenen Zügels", weil alles auf freiwilliger Basis laufe, die Anreize jedoch so attraktiv angesetzt würden, dass viele Kommunen darauf eingingen.
Gemeinden, die Sorge um ihren Schulstandort haben, ergriffen diesen "goldenen Handschuh" schon wegen der hohen Zuschüsse, auch wenn sie vom pädagogischen Konzept nicht überzeugt seien. So komme es, dass die Landesregierung erklären könne, "die Kommunen wollen die Gemeinschaftsschulen".

"Verbote, Verbote, Verbote!"
MTB 14/2012: Zur letzten Gemeinderatsitzung
Hoch her ging es wieder, in der letzten Gemeinderatssitzung am 28. März.
Und immer wenn Gefühle hochkochen, sollte man - nach ausreichend Schlaf – noch mal genauer hinschauen, was denn eigentlich wirklich geboten war.
Zum Schulsozialarbeiter : Eine gute Idee ! Die FDP ist dafür ! Leider mußte der FDP –Stadtrat aber zunächst gegen den Antrag der GL stimmen, da dieser vorsah, eine Schulsozialarbeiterstelle, zusätzlich zur bereits bestehenden Jugendsozialarbeiterstelle, einzurichten. Anders als die Befürworter dieses Antrages sieht die FDP keinen Bedarf für einen zweiten Sozialarbeiter für dieselben Jugendlichen (denn die Anzahl der Schriesheimer Jugendlichen, die nicht auf Schriesheimer Schulen gehen ist „überschaubar“). Und folgerichtig, in der Abwägung, sieht die FDP daher auch kein Geld für eine zweite Sozialarbeiterstelle. Weil die FDP aber trotzdem gern einen Schulsozialarbeiter als Standortvorteil für die Schulstadt Schriesheim hätte, bot der FDP-Stadtrat, in einem eigenen Antrag, dem Gemeinderat an, sich für eine Schulsozialarbeiterstelle entscheiden zu können und dafür die Jugendsozialarbeiterstelle zu streichen (d.h., umzuwandeln). Dieser Vorschlag fand keine Unterstützung. Das ist halt Demokratie.
Dass der FDP-Stadtrat, trotz seiner vehementen Fürsprache für die Schulsozialarbeiterstelle, gegen den GL-Antrag gestimmt hat, wurde als „das Unehrlichste, was ich je erlebt habe“, beschimpft.
Dazu kann ich nur nochmal wiederholen, stark vereinfacht natürlich :
1 Schulsozialarbeiter : JA ! , 2 Sozialarbeiterstellen : NEIN !
In einer Diskussion über Sachthemen wie Sozialarbeit und Ressourcen, einem Andersdenkenden dessen moralische Integrität abzusprechen, wirft wieder einmal ein „Spiegelbild der Seele“ des Vorwerfenden an die Wand. Aber das kennt man ja.
Zum Haushalt : Die FDP hat den aktuell vorliegenden Haushaltsentwurf abgelehnt, weil es unserer Ansicht nach nicht angezeigt ist, in Zeiten von Rekordeinnahmen, zu Kreditaufnahmen und Rücklagenentnahmen in der vorgeschlagenen Höhe zu ermächtigen. Es ist absehbar, dass auch wieder schlechtere Zeiten kommen werden, mit weniger guten Einnahmen, dann muß noch „etwas“ in der Rücklage sein. Zu dem bemängeln wir, wie andere Fraktionen auch, dass die lange Liste der anstehenden Unterhaltungsmaßnahmen (über 80 Einzelposten, für insges. 2,4 Mio.), die, rein technisch, wahrscheinlich nicht im Jahr 2012 abgearbeitet werden kann, nicht mit einer Prioritätenreihenfolge gekennzeichnet ist. Dies würde zu mehr Transparenz der Ausgabenpolitik führen. Auf diese Transparenz, ist der ehrenamtliche Stadtrat aber angewiesen, um mit gutem Gewissen entscheiden zu können. Wenn selbst Befürworter der Haushaltsaufstellung, diese als „mutig“ bezeichnen, kann man das ruhig mal so stehen lassen. Über die Argumentation der Freien Wähler : „gerade weil wir jetzt mehr Einnahmen haben, müssen wir an den Sanierungsstau der letzten Jahre ran gehen“, kann man diskutieren. Aber wir sehen auch schon große finanzielle Aufgaben auf uns zukommen („Schulsanierung“ !! ua), dann werden wir dankbar sein, wenn wir noch Geld in der Rücklage vorfinden.
Zum Schluß gab es noch eine - in manchen Augen - unnötige Diskussion über die Abhaltung eines Bürgertages. Die FDP hat sich dafür ausgesprochen, weil sie gute Erinnerungen an die vergangenen Bürgertage hatte. Die Vehemenz der Gegner war überraschend, ihre Argumente nicht immer nachvollziehbar. Im Rahmen der ausufernden, teilweise unverständlichen Diskussion, hat der FDP – Stadtrat kurz den Saal verlassen. Als er in das Gremium zurückkehrte, war der Bürgertag mit 14 zu 12 Stimmen abgelehnt. Um im Raum stehenden Vorwürfen entgegen zu wirken : Mit der FDP - Stimme „Dafür !“, wäre der Bürgertag mit 14 zu 13 ebenfalls abgelehnt gewesen - genauso bei einem Patt 14:14. Ansonsten hätte der antragstellende und sitzungsleitende Bürgermeister sicher mit der Abstimmung auf den fehlenden Stadtrat gewartet.
Soviel mal wieder zur Kommunalpolitik. Bleiben Sie uns gewogen. Denn Sie wissen ja : Ihre FDP : vernünftig-menschlich-liberal
Ihr Stadtrat Wolfgang Renkenberger
MTB 13/2012: Prognosen, die eintreten
Vor Monaten hat die FDP Schriesheim bereits davor gewarnt, dass im Zuge der Griechenland-Krise Banken dazu übergehen könnten, viel restriktiver mit Kreditvergaben an Kommunen zu verfahren.
Am Dienstag, den 20.März 2012 meldet die „Financial Times Deutschland“:
„Hunderten verschuldeten deutschen Kommunen drohen in den kommenden Jahren Probleme mit der Kreditversorgung. Nach FTD-Informationen spielen viele Banken momentan das Szenario möglicher Pleiten durch. Der Ausfall von Krediten sei für die Zukunft nicht mehr auszuschließen. Die Überlegungen der Institute markieren einen Wendepunkt. Jahrzehntelang galten deutsche Kommunalkredite als absolut risikofreies Geschäft. Noch bis vor Kurzem orientierten sich die Banken bei der Darlehensvergabe allein am Gewinn, den sie mit einem Kredit erwirtschaften können. Viele Institute wollten das Geschäft mit den Kommunen sogar ausweiten. Derzeit vollzieht sich in der Kreditbranche jedoch ein Bewusstseinswandel. Der Schock der griechischen Zahlungsprobleme hat bei den Banken Zweifel an der Kreditwürdigkeit öffentlicher Gläubiger insgesamt aufkommen lassen. Grund für die Schwierigkeiten der Städte und Gemeinden ist, dass die stetig steigende Nachfrage nach Krediten auf ein knapper werdendes Angebot trifft. Dies wiederum liegt an der Finanzkrise und den neuen Regeln für die Banken (Basel III), die künftig mehr Eigenkapital vorweisen müssen- und entsprechend zurückhaltender bei der Kreditvergabe sind. Für die Kämmerer wird es immer schwieriger, einen Kreditgeber zu finden.“
Die FDP Schriesheim wird diese Entwicklungen ganz klar in ihren Positionen zum Haushalt der Stadt Schriesheim berücksichtigen.
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender

MTB 12/2012: Mainstream (frei nach Wilhelm Busch)
Die Umweltangst hat viel für sich
Bekenne ich: „ich fürchte mich!“
So hab ich wenigstens Gewinn
Dass ich ganz schön sensibel bin.
Zum Zweiten sehen mich die Leut‘
Als Ausbund von Betroffenheit
Und drittens schnapp ich diesen Bissen
Vor weg, den andern Besserwisse(r)n.
Und viertens hoff ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm,
So rufen sie denn schließlich aus:
„Er ist ein guter Mensch!“ – Applaus!
C. Albus
Weitere Gründe, warum wir Deutschen im Vergleich stolz auf unseren neuen Bundespräsidentern sein können:

18.03.2012: Wir haben einen neuen Bundespräsidenten!

Herzlichen Glückwunsch Joachim Gauck! Mit 991 Stimmen im ersten Wahlgang zum 11. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt!

Leserbrief RNZ vom 17.03.2012
FDP: Unterstützung für Klaus Krischke
Die FDP wird als Partei des Rechtsstaats nicht das Vorgehen der Polizeidirektion im Disziplinarverfahren Klaus Krischke per se kritisieren. In diesen Verfahren gehen staatliche Organe in der Regel sehr korrekt vor – auch gegenüber Klaus Krischke. Angesichts des vermuteten Anlasses des Verfahrens sollte die Polizeidirektion jedoch seine langjährige, engagierte Arbeit in ihre Überlegungen miteinbeziehen. Folglich sollte sie dieses Vergehen als geringfügig und nachrangig einschätzen und ihn wieder in seine Position als Schriesheimer Postenleiter einsetzen. Klaus Krischke genießt entlang der Bergstraße nicht nur hohes professionelles Ansehen. Er ist ein anerkannter, beliebter und kompetenter Bürger in Uniform, dem die Bürgerinnen und Bürger dieser Region vertrauen.
Hartmut Kowalinski, Kreisrat
Wolfgang Renkenberger, Stadtrat
Andreas Maier, Vorsitzender FDP Hirschberg
Ingo Kuntermann, Vorsitzender FDP Schriesheim

MTB 11/2012: Küssen verboten!
Wenn das Kussverbot für Hoheiten in Schriesheim politisch durchgesetzt werden sollte, muss auch der Krönungsabend verändert werden. Es geht dann nicht mehr, dass die Schriesheimer Gesangsvereine das „Schriesemer Lied“ singen – denn von „luschdig kam mer leve“ kann dann nicht mehr die Rede sein. (zwinker). Viel besser wäre es dann, die Chöre würden das Lied der „Prinzen“ – „Küssen verboten“ zum Besten geben. Hier schon mal ein Demo-Video zum Lernen: http://www.myvideo.de/watch/5946499/Die_Prinzen_Kuessen_Verboten. Wenn Sie mich am Krönungsabend dann suchen sollten, ich stehe links außen zusammen mit den Sangeskameraden auf der Bühne, singe am Lautesten und schwenke dabei ein grünes Fähnchen. (Satiremodus aus)
Haushaltsdiskussion
Die CDU hat viele interessante Fragen aufgeworfen. Die Liste mit den 43 Themen kann gerne mit den Liberalen diskutiert werden. Wir haben hier auch noch Vorschläge. Dass eine andere Herangehensweise nötig ist, insbesondere bei der Frage der höheren Verschuldung, hat die FDP bereits in zahlreichen Artikeln hier angemahnt. Herzliche Grüße, Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender

FDP-Mathaisemarkttreffen: MdB Florian Toncar zu Gast
Riehl und Höfer stärken den Liberalen den Rücken
29 Jahre gibt es das Mathaisemarkt-Treffen der FDP Rhein-Neckar in Schriesheim bereits, doch so wenige Gäste hat es wohl selten verbucht. Knapp 40 Besucher finden sich im bereits locker bestuhlten Saal der "Pfalz" ein und legen damit Zeugnis ab vom Formtief der Partei, die auch nach ihrem Gauck-Coup in Umfragen bei drei Prozent verharrt.
Doch, und das ist interessant: Beistand kommt ausgerechnet von jenen, die nicht als begeistertste Anhängern der Liberalen bekannt sind: Alt-Bürgermeister Peter Riehl lässt es sich nicht nehmen, anwesend zu sein, Nachfolger Hansjörg Höfer dankt der FDP ausdrücklich dafür, dass sie die Tradition ihres Mathaisemarkt-Treffens hochhält und nach wie vor "den Mut hat, sonntagvormittags zu Politik einzuladen".
Mag sein, dass die zaghafte Resonanz daran liegt, dass, wie Ortsvorsitzender Ingo Kuntermann einräumt, manche fragen, wer der Festredner sei. Dabei ist Florian Toncar stellvertretender Landesvorsitzender der Liberalen und Vize-Chef der Bundestagsfraktion, einer jener als "Boy Group" bezeichneten Jahrgänge, die das Bild der FDP prägen.
Noch dazu hat er Verwandtschaft in Schriesheim, wie er bekennt. Gerne ist er daher an die Bergstraße gekommen zu jener Veranstaltung, die im Landesverband große Reputation genieße: "Hier zu sprechen, ist fast ein Ritterschlag", betont er unter Hinweis auf bekannte Vorgänger.
Als Mitglied des Haushaltsausschusses widmet er sich zunächst der Euro-Krise, verteidigt das Vorgehen der Bundesregierung, das sicher nicht populär sei. Doch man habe viel erreicht, nämlich die deutsche Stabilitätskultur mittels Finanzpakt langfristig auf Europa ausgeweitet.
Gegen Ende seiner 50-minütigen Rede widmet er sich aktuellen Themen: dem Atomausstieg, der sicher "übertrieben hektisch" verkündet worden, aber nicht in Frage zu stellen sei; den Überschüssen der Krankenkassen, die er an die Versicherten im Gegensatz zur CDU nicht mit Beitragssenkungen, sondern durch Abschaffung der Praxisgebühr zurückgeben will; zum neuen Präsidenten Gauck, dessen Eintreten gegen Verdrossenheit und Angst Toncar lobt.
Und damit ist er auch schon wieder beim Thema FDP. Auch sie habe keinen Grund zu Verzagtheit. Wenn die Leute bei der Bundestagswahl entscheiden, würden sie nicht Rot-Grün folgen, "die mit der Notenpresse anrücken", sondern für das stimmen, das sie kennen: die bürgerliche Koalition einschließlich FDP.

MTB 10/2012: Herzlichen Glückwunsch Hans-Jürgen Krieger!
Die Wahl des Kulturkreises zum „Schriesheimer des Jahres“ fiel auf einen Richtigen. Es ist ja ein Glück für unsere Stadt, dass auch noch andere kompetente und aufrechte Kandidatinnen und Kandidaten wie Siegfried Schlüter oder Isolde Nelles für diese Ehre zur Verfügung standen. Aber letztendlich muss man sich für eine/n entscheiden. Es ist unbestritten, dass uns Hans-Jürgen Krieger im Stadtrat fehlen wird. Nicht nur, weil er ein sehr guter Redner und kompetenter Volksvertreter in Schriesheim war und im Kreistag immer noch ist. Sondern weil ihm niemand jemals absprechen konnte und wollte(!), dass er immer das Beste für Schriesheim – und früher auch für „seine“ Schule – im Sinne hatte. Auch wenn einen Sachfragen politisch trennen mögen, kann dennoch ein politischer Wettbewerber – ganz ehrlich gemeint – genau das feststellen. Lieber Hans-Jürgen Krieger, herzlichen Glückwunsch! Wenn ich mit hätte abstimmen dürfen, wäre es mir schwer gefallen, Ihnen nicht meine Stime zu geben!
Staeck ist Geschichte!
Klaus Staeck wird aktuell mit einer Ausstellung gewürdigt. Seine Plakate sind wohl bekannt, seine künstlerische Arbeit ist unbestritten. Daher ist es auch folgerichtig und völlig in Ordnung, dass ein solcher Künstler z.B. mit der Präsidentschaft der Akademie der Künste ausgezeichnet und landläufig dafür gelobt wird. Leider kann man das von seinen politischen Zielen nicht sagen. Seine (Bilder-)Sprache ist in den 70ern und 80ern stehen geblieben. Ein Künstler, der im politischen Duktus der 70er Umweltschutzthemen behandelt und dabei nicht erwähnt, dass Hans-Dietrich Genscher ein Jahr nach seinem Mathaisemarktauftritt 1970 das Emissionsschutzgesetz durchgesetzt hat, dessen Durchführung und Verschärfung aber von Anfang an durch Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und Gewerkschaftsboss Karl-Hermann Rappe (SPD) verhindert wurde, der betont allzu sehr, durch welche politische Brille er immer noch blickt. Dass die Umweltschutzgesetze vor allem in den Jahren 1982-98 (Kohl/Genscher bzw. Kinkel) konsequent verschärft und nicht nur die ökologischen DDR-Altlasten erfolgreich beseitigt wurden, kommt in diesem Weltbild nicht vor.
In der Tat bestimmt immer die Schrecksekunde im Unterscheiden zwischen Realität und Satire die Betrachtung von Staecks Bilder. Vielleicht wäre aber auch eine Schrecksekunde für Klaus Staeck nötig, in er selbst erkennt, dass er Geschichte von „anno donnemols“ ist und nicht die Realität unserer Tage.
Ausstellung FDP Liberté
Als Kontrapunkt zu Klaus Staeck hat die FDP eine eigene virtuelle Ausstellung, auf ihrer Website www.fdp-schriesheim.de
Hier finden Sie auf allen Unterseiten dieser Website Motive der Bewegung „FDP Liberté“, die sich vor allem auf Facebook spontan organisiert hat und dort täglich neuen Motive ins Netz stellt. Schauen Sie sich das doch einfach mal bei uns an. Es ist die Sprache der Jüngeren und erzählt, wie sie die Welt sehen und was sie für sich erhoffen. Viel Freude dabei!
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender

MTB 09/2012: Gauck!
Liebe Schriesheimerinnen und Schriesheimer,
das möchte ich gerne mit Ihnen teilen:
Joachim Gauck beim 2. Freiheitskongress der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
http://youtu.be/nTO-DcYLjog
fürwahr intellektuell das allerhöchste Niveau. Das ist ein authentischer, ja fast altrömischer Senatoren-Charakter; ein Mensch, der einen politischen Gedanken nicht nur in allen seinen Tiefen durchdacht hat, sondern lebt, ihn geradezu verkörpert. Nebenbei nur: Er hat größtenteils frei gesprochen, in einer ganz eigenen rhetorischen Brillanz, die teilweise sprachlos macht.
Das ist der richtige Mensch zur richtigen Zeit für dieses Amt. In all den politischen Herausforderungen des Landes ein wirklicher Lichtblick. Da haben wir bald einen echten Bundespräsidenten mit einer politischen Botschaft, die nicht aus den Gutmenschen-Plattitüden besteht. Er kann diesem Land vielleicht den Geist des Bundesrepublikanismus zurückgeben, den es so lange schon entbehrt.
Herzliche Grüße, Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender

MTB 08/12: Meldungen
13.02.2012
Die FDP verhindert die diskussionslose Einführung von ACTA in Deutschland.
Rotgrün verhindert im Bundesrat die Abmilderung der "Kalten Progression" durch schwarzgelb. Damit wird an der inflationsbedingt stärkeren Besteuerung kleiner Einkommen (unter 50.000 EURO pro Jahr) festgehalten. Und nach einem Wahlsieg 2013 möchte rotgrün gemäß den eigenen Parteitagsbeschlüssen die Steuerlast noch weiter erhöhen.
14.02.2012
Die FDP Baden-Württemberg wollte als Landesregierung mit der CDU und den Ländern Bayern und Hessen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das bisherige System des Länderfinanzausgleichs klagen. MP Winfried Kretschmann verhindert diese Länder-Klage, obwohl er „das System gerne abschaffen würde“ und Baden-Württemberg 2012 insg. 2,4 Mrd. EURO einzahlen muss – ca. 10% seines Haushalts. Winfried Kretschmann möchte lieber reden. Herr Wowereit aus Berlin machte deutlich, dass bis 2019 gerne geredet aber nicht gehandelt werden könne.
15.02.2012
Was bedeuten Subventionen in Windenergie wirklich? In Großbritannien z.B. erhalten die 15 größten Windparkbesitzer 850 Mio. britische Pfund. Das kommt alles auf die Stromrechnung der Bürger.
16.02.2012
Zwischen 2009 und 2011 hat die von CDU/FDP-Landesregierung den Klassenteiler in Jahresstufen von 33 auf 30 an den allgemein bildenden und auf 28 an den Grundschulen gesenkt. Die geplante weitere Absenkung auf 28 an allen allgemein bildenden Schulen wurde durch die neue Landesregierung verhindert. Der niedrigere Teiler gilt nur noch für die geplanten Einheitsschulen.
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Vorsitzender des Stadtverbands Schriesheim

MTB 07/12: Mathaisemarkt, Festzelt und Redner - Laßt mal die Kirche in der Stadt!
Der mediale Hype rund um das Thema Mathaisemarkt, Festzelt und Redner erscheint doch sehr aufgesetzt. Die Firma Göckelesmeier wird zum letzten Mal da sein. Das kann in der Tat eine Zäsur darstellen, aber jeder weiß, dass man Reisende nicht aufhalten kann. Es zeigt sich auch hier, dass privatwirtschaftliches und bürgerschaftliches Engagement neue Lösungen schon andenkt und vorbereitet. Dass man schon lange vorher mit dieser Möglichkeit gerechnet hat. Neue Wirte, neue Konzepte und neue Ideen werden von einer breiten Koalition begutachtet, entworfen und diskutiert – von Rolf Edelmann, Harald Weiss und Karl-Heinz Schulz, und allen, die mit diesen bekannten Schriesheimer Persönlichkeiten zusammenarbeiten. Von wegen Endzeitstimmung! Es zeigt sich, dass Engagement besser ist als jeder Ruf der Unke. Dieser positiven Stimmung möchte sich auch die FDP nicht entziehen. Wenn wir mithelfen können, sagen Sie uns bitte Bescheid! Wir sind dabei!
Apropos Redner im Festzelt: Die Medien rufen nach dem „Super-Promi“. Früher war alles besser, das Gras grüner und die Redner beim BdS bekannter. War das tatsächlich so?
Wenn wir uns die Redner der insgesamt 42 BdS-Kundgebungen (inkl. 2012) ansehen und die Kriterien für den „Super-Promi“ definieren: Vorsitzender einer Partei oder dessen Stellvertreter, Bundeskanzler oder Kanzlerkandidat, dann waren bei 42 Anlässen nur 5(!)-mal „Super-Promis“ anwesend: 1985 Bangemann (FDP), 1988 Strauß (CSU), 1992 Kohl (CDU), 2002 Stoiber (CSU) und 2009 Westerwelle (FDP).
Richtig - Genscher, Kohl und Strauß waren 1970, 1973 und 1976 schon da, aber in der damaligen Zeit waren sie noch keine „Super-Promis“. Wäre der junge Guido Westerwelle medial auch als „unbekannter Abgeordneter“ geschmäht worden, hätte er 1984 auf dem ersten Mathaisemarkttreffen der FDP gesprochen? Wäre man 2009 zu diesem Ausspruch noch gestanden? Eher nicht, nicht wahr?
Lasst mal die Kirche in der Stadt! Wir dürfen uns freuen, dass seit 42 Jahren bekannte Redner in unsere Stadt kommen und damit unser Ansehen und unseren Markt richtig bewerten. Wir dürfen uns freuen, dass auch immer junge Talente kommen und hier Auftritte absolvieren, Namen, die man auch Jahre und Jahrzehnte später noch kennt. Aber solche jungen Menschen brauchen Raum, und Platz sich zu entwickeln. Wir sind stolz darauf, dass das FDP-Mathaisemarkttreffen seit 28 Jahren diesen Raum bietet – wenn es schon kein anderer tut! Auch 2013 – im Wahljahr – ist wieder Mathaisemarkt. Wenn Sie einen „Super-Promi“ von der FDP brauchen können – wir helfen gerne bei der Organisation! Von wegen Endzeitstimmung! Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Vorsitzender des Stadtverbandes

von Vince Ebert
FDP zu Windkraftnutzung an der Bergstrasse - RNZ vom 03. Februar 2012 - MaMo vom 07. Februar 2012 und MTB 06/12
Die FDP-Räte und Vorsitzenden aus Hirschberg und Schriesheim diskutierten die Windkraftgewinnung auf dem Odenwaldkamm über den beiden Gemeinden.
Grundsätzlich befürworten Gemeinderat Oliver Reisig, Stadtrat Wolfgang Renkenberger, Kreis- und Gemeinderat Hartmut Kowalinski sowie die Vorsitzenden Andreas Maier und Ingo Kuntermann das Bürgerengagement und die Beteiligung an lokaler Energiegewinnung wie z.B. durch die Hirschberger Genossenschaft "Hohe Waid". Die Beteiligung sei bei der derzeitigen Förderung eine attraktive Geldanlage für die Bürger.
Dennoch sollten im Übereifer die anderen politischen Ziele nicht vernachlässigt werden. So würden sich weithin sichtbare Windräder nicht mit dem „ILEK-Programm“ vertragen, an dem alle Gemeinden von Dossenheim bis Laudenbach teilnehmen möchten. Die darin enthaltene Förderung von Ökologie, Landschaftspflege und Tourismus vertrage sich schlecht „mit dem nervenden Dauerrauschen der Windräder über den Köpfen“.
Nicht nur hier stimmen die Liberalen den Aussagen des BUND-Funktionärs Harry Neumann aus Rheinland-Pfalz zu. Seine Aussage, es würde „unter dem Deckmantel der Energiewende politisch eine "Goldgräberstimmung" über die Maßen forciert“, wiege schwer, so die Liberalen.
Er beziehe sich zudem auf ein Gutachten des Fraunhofer-Instituts, wonach 1-2 Prozent der Landesfläche zur Nutzung durch Windkraft genügten - ohne dabei Wald- und Schutzflächen zu belegen. Die Liberalen und der BUND kritisieren: „Grünrot macht sich dagegen für den Ausbau der Windenergie auch in Schutz- und Waldgebieten stark.“
Um Windkraft durch Bürger-Genossenschaften optimal nutzen zu lassen, habe die frühere Landesregierung unter FDP-Wirtschaftsminister Ernst Pfister doch bereits einen Windkraftatlas für Baden-Württemberg erstellt Damit könne die Diskussion um ideale Standorte versachlicht werden. Die Flächen für optimale Windkraftnutzung seien darin ausgewiesen.
Die Bergstraße gehöre nicht dazu.

Liberale Runde mit MdL Jochen Haussmann - RNZ vom 01. Februar 2012
Schriesheim. (zg) Bei ihrer letzten „Liberalen Runde“ präsentierte die Schriesheimer FDP einen kräftigen Rundumschlag gegen so ziemlich alle politischen Maßnahmen der grünroten Landesregierung. Die verbale Keule lag diesmal in Händen von Jochen Haußmann, dem Stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden im Stuttgarter Landtag, der auf Einladung von Stadtverbandsvorsitzendem Ingo Kuntermann in die Weinstadt kam. Von Finanz-und Wirtschaftspolitik über Erziehung bis zur Energie- und Verkehrspolitik reichte sein Vortrag, an den sich eine lebhafte Diskussion anschloss. Thema war zunächst die Grundsteuer-Erhöhung, die insbesondere junge Familien belastet und zusätzliche Einnahmen von 350 Millionen für den Landesetat bringt: Ein Klacks im Vergleich zu den jährlich 2,4 Milliarden oder 12 Prozent der Landeseinnahmen, die Baden-Württemberg jährlich in den Länderfinanzausgleich zahlt. „Das neue Kabinett verfolgt nicht einmal die von CDU und FDP vorbereitete Klage gegen den Länderfinanzausgleich weiter“, kritisierte Haußmann. Auch dem neuen Infrastruktur-Investitionsprogramm konnte er wenig abgewinnen. Das alte Verhältnis von 60 Prozent für den Straßenbau und 40 Prozent für ÖPNV und Radwege sei umgekehrt worden: „Die grün-roten Regierungen von NRW, Rheinland-Pfalz und von hier haben sich faktisch aus dem Straßenbau verabschiedet.“ Deshalb sei es auch hier noch ein weiter Weg, bis die Regierung die Realität der arbeitenden Bevölkerung zur Kenntnis nehme. Zur Bildungspolitik verwies Haußmann darauf, dass sich die Landesregierung mit der Einheitsschule an den Vorbildern Bremen und Berlin, also den Schlusslichtern der Pisa-Studie, orientiere. „Hier im Kreis hat keine einzige Schule einen Antrag auf Umwandlung in eine Einheitsschule ergänzt“, bemerkte dazu Kreisrat Hartmut Kowalinski. Man sehe Städte wie Mannheim nicht als Vorbild, es dominierten hier die leistungsorientierten Facharbeiter- und Bildungsbürger. Haußmann ergänzte, dass die jetzige Bildungsministerin Gabriele Warminski-Leitheußer während ihrer Zeit als Mannheimer Bürgermeisterin für Bildung ein Chaos in der Kleinkindbetreuung angerichtet habe und sich daher kaum für die erfolgreiche Umsetzung größerer Projekte auf Landesebene empfehle. Letztes Thema war die Volksabstimmung zu S21, nach deren Ergebnis Haussmann dafür warb, die Beteiligung der Bürger an Großprojekten auszubauen. Schon vor der Landtagswahl habe die FDP zusammen mit der CDU beantragt, das Quorum noch weiter abzusenken, Grün-Rot habe die nötige Zweidrittelmehrheit verhindert. Zum Schluss ging der Liberale noch auf den Umgang seiner Partei mit der Rolle als Opposition im Landtag ein: „Wir werden die neue Regierung unterstützen, wenn sachlich richtige Akzente gesetzt werden. Gegen eine rein ideologisch motivierte Politik werden wir aber entschiedenen Widerstand leisten.“

Idee Ingo Kuntermann. Text David Harnasch. Graphische Umsetzung Dominik Ulbricht.
MTB 05/12
Brutale Konsequenzen des Erneuerbaren Energie-Gesetzes (von 2000) sichtbar
Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland kommt zu schnell voran, meint der Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler. Er forderte deshalb Einschränkungen, da das Netz das Ausbautempo nicht verkrafte. "Es kann nicht sein, dass wir Photovoltaik und Windenergie zubauen, die man gar nicht mehr ins Netz integrieren kann". Auch seien die europäischen Nachbarn verärgert über die schwankende Ökostromeinspeisung aus Deutschland in ihre Netze, da dies die Stabilität ihrer Stromversorgung gefährde. "Wir haben Stromflüsse von Ostdeutschland, wo sehr viele Windkraftanlagen zugebaut worden sind, die wir nicht in den Süden und Westen bekommen", sagte Kohler.
"Entsprechende Netze sind nicht vorhanden, so dass wir ihn über Polen, Tschechien und Österreich wieder im Süden Deutschlands einspeisen oder aber nach Italien weiterleiten." Polen habe bereits gesagt, dass man diesen unkontrollierten Stromzuflüssen durch Regler an den Grenzen stärker eindämmen wolle.
Kohler empfahl, dass etwa beim Ausbau von Wind- und Solarparks nur noch das genehmigt werden solle, was das Netz derzeit auch verkraften könne. Neben bis zu 4450 Kilometern an neuen Stromautobahnen verwies Kohler auf Schätzungen eines Neubaubedarfs von bis zu 350.000 Kilometern bei den Verteilnetzen. Gerade Solarenergie wird oft dort erzeugt, wo es kaum Leitungen zum Abtransport des Stroms gibt.
Kohler rechnet mit großen Problemen für die Netzstabilität. "Kurzfristig müssen Anlagen abgeregelt werden, die Einspeisung muss also unterbunden werden", sagte Kohler. Solche Abregelungen müssen aber entschädigt werden. Die Kosten tragen die Verbraucher über den Strompreis.
Der Stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg und Beauftragte der Bundesregierung für den Katastrophenschutz MdB Hartfrid Wolff hatte auf der liberalen Runde im letzten Jahr in Schriesheim darauf hingewiesen, dass Deutschland (zusammen mit den Benelux-Staaten, Nordfrankreich, Schweiz und Österreich) im Jahr 2011 gerade mal 30 sec. vor einem mehrtägigen Blackout entfernt war, als im Raum Papenburg eine Hauptversorgungstrasse kurzfristig stillgelegt wurde. Wolff kritisierte, dass bis 2005 kein Ausbau der Netze stattgefunden habe.
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender

MTB 04/12 und Leserbrief RNZ vom 21.01.212
Niebel statt Kretschmann
Alljährlich fordern die Grünen lautstark mehr Redner ihrer Partei bei der Mittelstands-Kundgebung. Der BdS hätte ihnen den Gefallen auch gern getan: Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde gebeten zu kommen, schickte aber eine Absage. Darüber freut sich der Liberale an sich natürlich und gibt ihm in vielerlei Hinsicht auch Recht: Ein Auftritt bei Schriesheims größter Kundgebung wäre seiner Politik und seinem Ansehen nicht gerade förderlich. Er wäre auch reine Zeitverschwendung, schon im Hinblick auf Terminmanagement und Mobilisierung der eigenen Wähler. Kretschmann würde im Festzelt vermutlich auch nicht gerade euphorisch vom Mittelstand gefeiert. Er trifft keine grüne Zielgruppe, denn ein Volksfest ist nicht gerade eine Erweckungskundgebung von Klimakatastrophen-Gläubigen. Seine Politik fördert auch nicht den Mittelstand. Wein, Karussells und ernste, belehrende Reden zum schwäbischen Öko- Pietismus passen halt doch nicht zusammen, und über grüne Bildungs-, Umwelt-, Wirtschafts- und Verkehrspolitik war in den vergangenen Monaten gerade genug Negatives zu hören und zu lesen. Warten wir lieber erst einmal ab, welche ihrer Versprechungen die neue Landesregierung umsetzt und welche nicht. Es kommt Dirk Niebel, der in der Kurpfalz zuhause ist. Ein Politiker und hervorragender Festzeltredner, dessen Ansehen im Amt überall gestiegen ist, der viel bewirkt hat und über den Tellerrand hinausschauen kann. So wird das Ganze ein Gewinn für alle: Den BdS, Dirk Niebel, und auch die Zuhörer im Zelt. Denn der Mathaisemarkt lebt letztlich davon, dass Leute kommen wollen, weil sie das Ansehen dieser Veranstaltung und dieser Stadt begreifen. Ingo Kuntermann, Vorsitzender FDP Stadtverband Schriesheim

RNZ vom 14.01.2012 - Vom Zuhörer zum Festredner
Schriesheim/Stuttgart. In den vergangenen Jahren saß Dirk Niebel als Ehrengast immer in der ersten Reihe der BDS-Mittelstandskundgebung, wenn es sein Terminkalender erlaubte. Auch er drückte sich in eine Bierbank im Festzelt des Mathaisemarkts, um Ministern und Ministerpräsidenten bei ihren Reden zuzuhören. Dieses Jahr darf er selber ans Pult auf der Bühne. Der Präsident des Bundes der Selbstständigen (BDS), Günter Hieber, gab am Freitag bekannt, dass der FDP-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg-Weinheim am 5. März die Festrede bei der Traditionskundgebung des Selbstständigenverbands halten wird.
Doch Niebel, der weniger als hiesiger Abgeordneter denn als Entwicklungshilfeminister angekündigt wird, ist nicht erste Wahl. Wie der Geschäftsführer Mittelstandspolitik und Kommunikation des BDS, Wolfgang Becker, gestern auf Nachfrage bestätigte, habe Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) seinen Auftritt beim diesjährigen Mathaisemarkt "aus terminlichen Gründen" absagen müssen. So wird also Niebel dieses Jahr vom Zuhörer zum Festredner. Wie es gestern von Seiten des Schriesheimer BDS hieß, sei das sowieso schon länger der Wunsch des Liberalen gewesen. Dieser wird nun erfüllt.
Mit Niebel spricht beim Mathaisemarkt zum dritten Mal in vier Jahren ein FDP-Politiker - im vergangenen Jahr nur unterbrochen von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) kurz vor der Landtagswahl, die ihn sein Amt kostete. Im Jahr 2009 kam Guido Westerwelle als Parteichef der Liberalen. Er begeisterte das Publikum. Ein Jahr später war es Staatssekretär Ernst Burgbacher, der nicht mitriss. Hieber geht davon aus, dass das bei Niebel anders sein wird. Man kenne dessen rhetorische Qualitäten. Zu hören war Niebel zuletzt in seinem Wahlkreis beim "Kleinen Dreikönigstreffen" der Bergsträßer Liberalen. Die Festrede hielt aber ein anderer. Es war Patrick Döring, der designierte Generalsekretär.
Info: BDS-Mittelstandskundgebung des Mathaisemarkts in Schriesheim, Montag, 5. März, 17 Uhr, Festzelt.

MTB 03/12
Erneuerbare Energien, Blackouts und Sicherheit der Arbeitsplätze
Es ist eine Tatsache, dass der größere Teil der deutschen Windkraftanlagen in Norddeutschland liegt, wo man aber deren Strom nicht brauchen kann. Anders in Süddeutschland, wo es nach der Abschaltung mehrerer der dortigen Kernkraftwerke durchaus einen Bedarf gibt – wenn es dafür ausreichend dimensionierte Nord-Süd-Höchstspannungsleitungen gäbe - was nicht der Fall ist.
Darüber hinaus gibt es ein zweites gravierendes Netzproblem: Das weitaus größere regionale Verteilungsnetz, das technisch nur für die Versorgung der Abnehmer, keineswegs aber für die stark schwankende Stromaufnahme aus vielen dezentralen Windparks und Photovoltaikanlagen und die Weiterleitung dieses Stroms in das Höchstspannungsnetz ausgelegt ist.
Weil die abgeschalteten AKW zuvor ganz wesentlich zur Stabilisierung des Netzes beigetragen hatten, das mit der schwankenden Ökostromproduktion zu kämpfen hat, – sie können Leistungsschwankungen am schnellsten von allen Kraftwerken durch massives Gegensteuern ausgleichen - mussten zuletzt immer häufiger Windparks zwangsweise abgeschaltet werden. Dafür sind die immer zahlreicher werdenden Photovoltaik- und Windkraftanlagen im Binnenland verantwortlich, die mit ihren wetterabhängigen Schwankungen das nicht für Tausende von Stromeinspeisern ausgelegte regionale Netz in Schwierigkeiten bringen.
Man kämpft jetzt mit dem „50,2 Hertz-Problem“, der abrupten, massenhaften Selbstabschaltung der Photovoltaikanlagen bei Netzüberlastung durch zu hohe Einspeisung. Diese Sicherheitseinrichtung ist vorgeschrieben und sehr vernünftig. Nur wurde übersehen, dass man sich damit ein neues Problem einhandelt, wenn eine riesige Anzahl von Anlagen, mit der kein vernünftiger Mensch im sonnenarmen Gesamt- und im windarmen Süd- Deutschland je rechnen konnte, das gleichzeitig tut. Die Gefährdung der Stabilität des weitaus größeren Verteilnetzes durch die vielen unkontrollierten Stromerzeuger hatte man glatt übersehen. Das Handelsblatt berichtete am 29.12.2011 über die sinkende Qualität der Stromversorgung: „Mit der beschleunigten Energiewende kommt es bereits heute zu bedenklichen Qualitätsverlusten bei der Stromversorgung.“
Die Stabilität komplexer Produktionsprozesse sei bedroht – lange bevor die Allgemeinheit einen Blackout bemerkt. Man beobachte „seit Juli 2011 eine beunruhigende Häufung aus Netz- und Frequenzschwankungen.“ Die steigende Zahl der netzbedingten Produktionsbeeinträchtigungen sei beunruhigend.
Eine solche Häufigkeit von Zwischenfällen habe es in den vergangenen Jahrzehnten nicht gegeben. Die Bundesnetzagentur, die über die Netzstörungen eine Statistik führt, berücksichtigt aber nur ungeplante Unterbrechungen, die länger als 3 Minuten dauern. Der sich daraus ergebende Index (SAIDI) sieht deshalb optisch gut aus. Er berücksichtigt aber aus der Sicht der Industrie nicht die sich häufenden und wachsende Probleme verursachenden Störungen von weniger als 3 Minuten Dauer.
Mit dem Wegfall einer zuverlässigen Stromversorgung verlieren sowohl produzierende Betriebe als auch Dienstleistungsbetriebe, insb. die IT-Industrie ihre Existenzgrundlage in Deutschland. Die Geldvernichtung im Namen der angeblich davon profitierenden Umwelt geht unvermindert weiter: Wind- und Solarstrom werden weiterhin mit dem EEG massiv subventioniert. Anschließend bekämpft man mit weiteren Milliarden die eben dadurch verschärften Probleme und Arbeitsplatzverluste.
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Vorsitzender des Stadtverbands

MTB 02/12
Windenergie in Schriesheim
Warum diese Eile neue Standorte im Odenwald, insb. auf Schriesheimer Gemarkung auszuweisen? Weist doch der "Windatlas" des früheren Wirtschaftsminsters Ernst Pfister (FDP) eindeutig bessere und produktivere Standorte in ganz anderen Höhenlagen aus. Die aktuelle Landesregierung möchte zehn Prozent Stromerzeugung durch Windernergie erreichen. Ein ehrgeiziges Ziel! Dazu müssen mehr als 800(!) neue Anlagen in Baden-Württemberg installiert werden. ABER: Wird der geplante Nationalpark Nordschwarzwald Realität, so können und dürfen auf dessen Höhenlagen keine Anlagen mehr gebaut werden. Dann müßten neue Standorte gefunden werden. Ingo Kuntermann

Roland Kohn wirbt für Volksabstimmungen
RNZ
Schriesheim. Was läuft schief in der deutschen Demokratie? Das war die Frage, mit der sich die "Liberale Runde" der Schriesheimer FDP kürzlich auseinandersetzte. Gastredner Roland Kohn kam zu dem Ergebnis: einiges. Zum zweiten Mal begrüßte FDP-Ortsvereinsvorsitzender Ingo Kuntermann den ehemaligen Bundestagsabgeordneten in der "Runde".
Anlässlich der Querelen um den Stuttgarter Bahnhofsneubau monierte Kohn eine Verschlechterung der Diskussionskultur. "Die Diskussion über Sachthemen ist zugunsten von Glaubensbekenntnissen abhanden gekommen", so Kohn. Damit schwinde die Fähigkeit zu Kompromissen und zum Konsens. "Wir leiden unter dem Gesinnungsdruck der Meinungsmacher", war Kohns Erfahrung. Jede Diskussion sei inzwischen geprägt von der Angst, sich angreifbar zu machen.
Dazu komme eine wachsende Entfremdung der Eliten aus Wirtschaft und Politik vom Rest der Bevölkerung. Dennoch seien die Deutschen von einer "unglaublichen Staatsgläubigkeit", die immer sofort nach dem Staat als Problemlöser rufe. Als Liberaler sehe er den Einzelnen in der Verantwortung: "Wir müssen die Bürgerbeteiligung neu organisieren und die Menschen im Vorfeld großer Entscheidungen stärker einbeziehen, auch durch Volksabstimmungen."
Auch am Wirtschaftssystem sei einiges faul. Das Gesamt-Handelsvolumen der Finanzmärkte betrage 4400 Billionen Dollar und sei damit 70 Mal so groß wie die weltweite Wirtschaftsleistung. "Da greift die Diskussion um zu hohe Gehälter oder Boni für die Banker zu kurz. Das ist ein strukturelles Problem mit viel zu großen Einheiten", kritisierte Kohn. Das Problem der deutschen Staatsverschuldung sah er weniger in einem Mangel an Einnahmen, sondern in der falschen Ausgabenpolitik. Als zweitgrößten Posten des 320 Milliarden schweren Bundeshaushalts nannte Kohn die Bedienung von Krediten mit Zinsen von jährlich 40 Milliarden Euro, dahinter weit abgeschlagen Bildung und Forschung mit einem Budget von zehn Milliarden. "Da stimmt etwas nicht mehr, dafür muss man kein Wirtschaftswissenschaftler sein."
Auch eine fehlende soziale Gerechtigkeit prangerte Kohn an. Im Jahr 1958 musste jemand das 21-Fache eines Durchschnittseinkommens verdienen, um den Spitzensteuersatz zu zahlen. Heute reiche dagegen schon das 1,8-Fache. "Damit haben wir keinen Mittelstandsbauch, sondern ein Mittelstandsloch", so Kohn. Er forderte eine Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft, einer Kernbotschaft liberalen Denkens.
Auch in punkto Bildung liege in der Bundesrepublik einiges im Argen. Auch hier werde an strukturellen Problemen gearbeitet, statt die Bildung an sich aufzuwerten. "Sie steht auf verlorenem Posten, weil sie für niemanden mehr ein Aufstiegsmedium ist", zitierte er eine soziologische Studie. In der "Celebrity-Kultur" zeigten Fußballer und Fernsehstars den Jugendlichen, dass man reich, berühmt und beliebt werden könne - auch ohne Bildung. Ebenso prangerte Kohn die Betrachtung eines Menschen als oberflächlich an, der nur durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe definiert werde. "Es zählt nur noch, ob jemand einen 'Migrations-Hintergrund' hat und nicht, ob er klug ist, gut in seinem Beruf oder sozial engagiert. Das entspricht nicht liberalem Denken."
Nicht zuletzt kritisierte Kohn die Auswirkungen, die die EU als Transfer-Union auf Deutschland habe. Aussagen, die EU müsse für die Schulden Griechenlands nicht aufkommen, seien schlicht falsch, da es eine solche Klausel in keinem der Einigungsverträge gebe. Auch die Situation seiner Partei sah Kohn trotz der momentan schlechten Umfrageergebnisse als nicht kritischer an als in den vergangenen 41 Jahren, die er jetzt Mitglied bei den Liberalen sei: "An den großen politischen Knotenpunkten in der Vergangenheit ging es nie ohne die FDP."
FDP fordert bessere Nahverkehrsumlage
Schriesheim. In der "Liberalen Runde" der Schriesheimer FDP war jüngst Hartmut Kowalinski zu Gast. Der Kreisrat und Gemeinderat aus Hirschberg berichtete im Gasthaus "Frank" aus seiner Arbeit im Kreistag. Kowalinski gab zunächst eine Übersicht über die Aufgaben und den Schuldenstand des Kreises: "Bei einem Haushalt von 500 Millionen Euro, von dem 70 Prozent Sozialausgaben sind, und bei einem Schuldenstand inklusive Eigenbetriebe von über 200 Millionen Euro müssen alle Prestigeprojekte auf den Prüfstand", sagte Kowalinski.
Unabhängig vom zweigleisigen Ausbau der RNV-Linie 5 zwischen Schriesheim und Weinheim sei in den letzten Jahren die Infrastruktur und die Wagenausstattung des ÖPNV vernachlässigt worden. Deshalb würden die Umlagen bis kommendes Jahr um weit über 100 Prozent auf mehr als 700 000 Euro jährlich alleine für Schriesheim steigen. Kowalinski versprach: "Die FDP wird alle Mittel ausschöpfen, um einen besseren Umlagenmodus für die Bergstraßengemeinden zu erreichen." Das aktuelle Verfahren habe Vorteile für die Städte Mannheim, Weinheim und Heidelberg, deren Strecken, Haltestellen und Fahrgäste quasi subventioniert würden. Auch für die Abfallentsorgung sah Kowalinski Optimierungsmöglichkeiten. "Das viele Geld, was wir zur Gründung der AVR vorgestreckt haben, sollte auch wieder an den Kreis zurückfließen."
Bei der "Liberalen Runde" forderte Schriesheims FDP-Vorsitzender Ingo Kuntermann, dass die Liberalen auch weiterhin an der geplanten Steuersenkung festhalten sollten: "Wenn Grün-Rot 85 Milliarden Euro Solarsubventionen gut findet, kann die FDP auch die Bürger um 9 Milliarden Euro entlasten, das Geld ist da." Er fuhr fort: "Wenn 19 Prozent der Deutschen Steuern senken wollen, dann sind das diejenigen, die 85 Prozent der Einkommensteuer bezahlen."

MTB 50/2011 Wunsch und Realität - zur Entscheidung im Stadtrat über Ökostrom
Gut gemeint ist oft nicht gut gemacht, wie man weiß. Vor allem wenn der schöne Glaube im Gegensatz zu den Tatsachen steht. Daraus entsteht dann eine Schockstarre. Verschiedene politische Reaktionen zeigen: Sie ist nicht überwunden. Die Argumentation der Stadtrats-Mehrheit ist einfach. Die Stadt hat kein Geld für Wohlfühlpolitik. Zudem gibt es eine Reduzierung von CO2 durch Ökostrom nicht. Die Tatsachen stehen auch hier im Gegensatz zu den Wunschvorstellungen. Ich kann gut verstehen, dass jemand, der von seinem Weltbild zweifelsfrei überzeugt ist, nach Handlung sucht und was tun will. Andere sollen das bezahlen. Wenigstens werden glaubensservile Symbolhandlungen gefordert. Für Gläubige ist das in Ordnung, aber nicht für gewählte Verantwortliche. Das greift ja um sich: Das Gute ist, die anderen zu zwingen, moralisch dasselbe Weltbild zu haben. Der Handlungswille wird zum Missionsverhalten. Der Leipziger Ökonom Prof. Bodo Sturm ist auch ein guter Mensch und deshalb ein Befürworter des Ökostroms. Aber er sagt im Magazin „Focus“, dass „der Klimaschutzeffekt gleich Null ist“. Ihm kann nicht widersprochen werden: Der Stromsektor fällt unter den Emissionshandel. Wer heute auf Ökostrom umsteigt, reduziert zwar die Produktion aus Kohle- oder Gaskraftwerken. Aber diese verkaufen dann nicht mehr benötigte Emissions-Zertifikate an Kraftwerke oder Fabriken im Ausland. Die CO2-Emissionen finden also auf jeden Fall statt, obwohl der Steuerzahler für „sein Ruhekissen“ deutlich mehr ausgibt. Die Kosten werden steigen und das wird vor allem die sozial Schwachen hart treffen. Die Stadt wird im Nachhall der EURO-Krise (u.a. Verstöße gegen „Maastricht-Kriterien“, Beitritt Griechenlands und die Öffnung der Finanzmärkte für hochspekulative Teilnehmer – alles während Rotgrün bis 2005) sehr viel mehr Geld für Zinszahlungen aufbringen müssen, insbesondere da Banken selbst höhere Kosten der Refinanzierung haben. Dafür gilt es Reserven aufzubauen. Und nicht diese vorab zu emittieren.
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Vorsitzender FDP Schriesheim
Renkenberger sieht bei SPD und GL "Vernichtungswillen"
Schriesheim. Der Stadtrat der FDP, Wolfgang Renkenberger, meldet sich nach der Sondersitzung des Gemeinderats zur Bebauung des OEG-Areals zu Wort. Er kritisiert SPD und Grüne (GL) für ihr Verhalten im Vorfeld der Abstimmung.
Renkenberger erinnert in seiner Presseerklärung an die 45-minütige Sitzungsunterbrechung, in der sich die Fraktionssprecher mit der Verwaltung zur Antragsformulierung zurückgezogen hatten. Danach sei dem Gemeinderat ein "Kompromissvorschlag" vorformuliert worden. Darin ging es um die Festlegung der Bauhöhe auf grundsätzlich 12,50 Meter, die Reduzierung der Wohnbebauung im Bereich des ehemaligen Gewerbeareals auf zweigeschossige Bauweise plus Dachgeschoss. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, weitere "Park+Ride"-Stellplätze auf dem Areal auszuweisen. Ferner sollte die Investoren- und Planungsgemeinschaft Burkhardt/Witteler über einen städtebaulichen Vertrag dazu verpflichtet werden, ihr offenes "Parken unter Stelzen" im Bereich des Betreuten Wohnens zu umbauen. Weiterer Beschlusspunkt waren öffentliche Toiletten im Ärztehaus, das ebenfalls unter der Regie von Burkhardt/Witteler entstehen soll. Schließlich war der Grundsatzbeschluss zur Offenlage der ersten Bebauungsplanänderung für das OEG-Areal zu treffen: "Sechs Einzelentscheidungen", so Renkenberger, "die in einem Antrag, mit einer Stimmabgabe, abgestimmt werden sollten." Fünf Beschlüsse seien keine Kompromisse, sondern Konsens zwischen den Fraktionen und Bürgermeister Hansjörg Höfer gewesen, betont der Liberale.
Nur die "Einhausung des Stelzen-Areals" sei strittig geblieben: "Wie sich herausstellte, hat diese ,Einhausung’ eindeutig keine Mehrheit im Rat", bezieht sich Renkenberger auf das ablehnende Abstimmungsverhalten von CDU, Freien Wählern (FW) und ihm selbst: "Diejenigen, die jetzt bemängeln, CDU und FW hätten einen ,Kompromiss’ oder gar einen ,Konsens’ gekündigt, verschweigen, dass sie über die Hintertür einer Paketlösung der demokratischen Mehrheit ihr Recht nehmen wollten. Hier wurde kein Kompromiss gesucht, sondern der Erfolg für die eigene Mindermeinung", so Renkenberger gegen SPD und Grüne. Geklappt habe das nicht: "Die anderen haben eben aufgepasst."
Zudem seien SPD und GL in dieser Sache "schlechte Verlierer", weil sie der Mehrheit den "Schwarzen Peter" zuschieben wollten: "Muss man denn erst langjähriger Aktiver einer chronischen Fünf-Prozent-Partei sein, um soviel demokratische Demut verinnerlicht zu haben, dass man demokratische Mehrheiten akzeptieren kann, ohne diese diffamieren zu müssen?"
Im Übrigen, so Renkenberger, hätte diese "Umhausung des Stelzen-Areals", 14 Parkplätze gekostet: "Obwohl jeder schreit, man hätte sowieso zu wenig davon. Das wäre ganz klar zu Lasten der Anwohner gegangen, deren Anwalt zu sein manche ja vorgeben wollen", schreibt der Stadtrat. Die 14 Parkplätze, betont er, hätten das Architekturbüro Burkhardt und Projektentwickler Sven Witteler, die Renkenberger als "klein, mittelständisch, Schriesheimer" charakterisiert, nicht mehr einfach umplanen können.
Daran erkennt Renkenberger bei SPD und GL "parteipolitischen oder gar persönlich motivierten Vernichtungswillen, beziehungsweise Zerstörungsabsicht für dieses Bauprojekt in der Mitte des OEG-Geländes." Der FDP-Stadtrat schließt: "Dieses Projekt ,Betreutes Wohnen-Ärztehaus’ darf anscheinend nicht nach Schriesheim kommen. Ihm wird zum Verhängnis, dass es von den ,falschen’, das heißt: ,politisch nicht genehmen Leuten’ geplant wird."
Der Architekt des Ärzte- und Seniorenkomplexes, Alfred Burkhardt, ist Stadtrat der Freien Wähler. Am vergangenen Mittwoch galt er als befangen und verfolgte die Sitzung aus den Reihen der Zuhörer.

MTB 2011 - Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) – Anatomie der Inkonsequenz
Nachdem Teile der FDP massiven Widerstand gegen den weiteren Ausbau des ESM leisten, ändert sich die Taktik der Befürworter aus den anderen Parteien. Nunmehr ist nicht mehr so viel von dem nicht gewählten und nicht haftbaren Gouverneursrat die Rede, der zukünftig von jedem Land Summen abverlangen will, die er für den ESM „braucht“. Die Deutschen halten ein Vermögen von insg. 5 Billionen EURO. Nun nebelt man sich weiter ein und versucht es mit Konzepten, die sich zunächst gut anhören. Zum Bsp. Diesen: Wesentlich für Griechenland ist der Abbau der hohen Staatsverschuldung. Dabei müssen Einnahmen- und Ausgabeseite berücksichtigt werden. Der Verkauf griechischer Staatsbeteiligungen ist richtig. Einnahmen können zur Schuldentilgung verwendet werden und die betroffenen Unternehmen werden dann unter wirtschaftlichen Bedingungen geführt. Da Griechenland in einer tiefen Rezession steckt und damit die Unternehmensbewertung der staatseigenen Beteiligungen niedrig ist, scheidet ein kurzfristiger Verkauf aus. Als Lösung bietet sich die Gründung einer Treuhand(!)-Gesellschaft an, für die der griechische Staat die Haftung übernimmt. Die Aufgaben der Treuhandgesellschaft sind
a. die Wertsteigerung der Unternehmensbeteiligungen und deren Verkauf innerhalb von 10 Jahren
b. der Aufkauf griechischer Staatsanleihen, welche unter dem nominalen Ausgabekurs gehandelt werden.
c. Damit kurzfristig die Treuhand in der Lage ist griechische Staatsanleihen aufzukaufen, stellen die EURO-Länder der Treuhandgesellschaft ein Darlehen in Höhe von 100 Mrd. EUR mit einer Verzinsung von 3 % zur Verfügung.“
Was ist davon zu halten? Nichts, ehrlich gesagt:
Griechenland und Belgien sind fast genau so groß. Das belgische Bruttoinlandsprodukt ist doppelt so hoch, das Bruttosozialprodukt auch. Die Verschuldung Belgien beträgt 98% des BSP, die von Griechenland 156%.
Die Staatsverschuldung Griechenlands in nicht abbaubar. Selbst bei einem 10 jährigen Wachstum von über 5% jährlich – das geht nicht mangels infrastruktureller Voraussetzungen in der Wirtschaft, dem Werftwesen und der Landwirtschaft – würde die Annuität für ein Jahr reichen, wenn z.B. die Öleinfuhr teurer würde. Wenn gleichzeitig die Steuern nicht eingehen, mangels Steuerverwaltung und mangels der mentalen Bereitschaft der 2.000 Familien, denen 95% aller griechischen Vermögenswerte gehören. Der Schuldendienst ist nicht zu stemmen. Es gibt nur die Möglichkeit der Entschuldung durch unbegrenzte Zahlung seitens der Euro-Länder oder der Staatsinsolvenz.
In diesem Falle müssten die Euroländer die Verluste bei den involvierten französischen Banken und der deutschen HRE stabilisieren. Das alleine hätte einen Sinn. Wir stabilisieren unseren Haupthandelspartner, rekapitalisieren seine Banken und damit auch alle mittelständischen Unternehmen, die unsere Produkte brauchen und auch das Geld haben, diese zu kaufen.
Die arbeitenden Menschen in Deutschland und in Europa sind nicht mehr bereit, mehr als Hundert Milliarden EURO Steuern zur Abdeckung der griechischen Schulden zu bezahlen. Warum sollten sie das auch tun. Der deutsche Außenhandel mit Griechenland beträgt 6,5 Milliarden p.a. Das ist lächerlich wenig bei 959 Milliarden insgesamt p.a.
Das Interesse der Bundesrepublik - und nur um dieses geht es - nicht um „habt Griechenland lieb“, besteht nicht im Abbau der Staatsverschuldung, sondern in dem kleinen griechischen Markt. Der hat eine Nachfrage nach ausländischen Waren in der Größenordnung eines afrikanischen Landes. Vergleiche: Belgien hat ein höheres Handelsvolumen mit uns, als wir mit China unterhalten, trotz des großen Marktes. In Belgien verdienen deutsche Firmen richtiges Geld, in China investieren sie in der künftigen Hoffnung auf Gewinn. In Griechenland investiert niemand. Wo auch, warum, welche Branche? Unser Export dorthin ist unter 1%, unser Anteil an griechischen Schulden ist heute ein Vielfaches mal höher.
Schulden durch mehr Schulden zu bekämpfen, geht nicht. Die Entschuldung Griechenlands mittels geringerer Zinsen ist eine Milchmädchenrechnung. Denn wenn Sie mir 100.000€ leihen für 2%, für die Sie 1% bezahlen, würden Sie 50% verdienen. Aber wenn Sie 100.000 € jemand leihen, der Ihnen 5% gäbe, würden Sie 200% verdienen. So verlieren Sie zunächst kalkulatorisch, aber auch Dauer tatsächlich, weil Ihre Einnahmen so nicht steigen. Im Ergebnis läuft das, was die Befürworter des Gouverneursrates sagen, auf eine verzögerte Übernahme der griechischen Schulden auf Raten hinaus, da die Rückzahlung nicht aus einer realen Wertschöpfung erfolgt, sondern aus einer Derivat-Zinsrechnung. Also tauschen Sie reales, hart verdientes Geld durch Luft.
Die Voraussetzung einer Wertsteigerung von Unternehmensbeteiligungen, die angenommen werden, sind nicht gegeben, woher sollte denn netto diese Wertsteigerung kommen innerhalb von 10 Jahren, wenn die Zinszahlungen gedrosselt sind? Und: Haben wir nicht Erfahrungen mit einer Treuhand gemacht?
Der Ankauf von Staatsanleihen steht im Wettbewerb zum Ankauf von anderen Staatsanleihen. Wenn die griechischen einen niedrigen Zins bringen, verliert der Käufer der griechischen Staatsanleihen Geld.
Das ist nicht zu drehen oder zu wenden. Griechenland hat sich übernommen. Die Verschuldung muss weg. Die Luft raus. Geld muss verloren gehen. Am besten aber so wenig als möglich für uns.
Damit Sie ganz klar sehen, worüber wir reden: Deutschland hat dieses Jahr die höchsten Steuereinnahme seiner Geschichte und kann nicht einmal die Kindergärten Schriesheims aus dem Haushalt heraus selbst sanieren.
Welchen Grund soll Deutschland haben, die von der griechischen Elite durch Misswirtschaft und Nepotismus verursachten Schulden zu zahlen. Wir können das auch nicht und keiner will es. Eher stürzt die Regierung. Bei der dann kommenden Wahl, werden die gewinnen, die glaubhaft versprechen können, diesen Wahnsinn zu stoppen. Sonst zahlen Ihre und meine Kinder und deren Kinder noch an den Luxusjachten in Piräus und den unvorstellbaren Reichtum der griechischen Oberschicht. Die EU-Beauftragten wollten prüfen, wie viel Währungsreserven noch da sind. So gut wie keine. Die Oberschicht hat alles ins Ausland, bevorzugt in die Schweiz geschafft.
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Vorsitzender des Stadtverbandes
MTB 36/2011 Die so genannte "Reichensteuer" - Anatomie einer Vernebelungsaktion
4(!) deutsche Millionäre machen im Sinne des neuen Zeitgeistes in allen großen Medien mobil: z. B. die Rockstars Marius Müller-Westernhagen und Herbert Grönemeyer wollen mehr Steuern zahlen, auch der Fast-Milliardär Michael Otto (Otto Group, Hamburg) fordert einen höheren Spitzensteuersatz. Das ist politisch korrekt, herzerwärmend und streichelt die Seele von Millionen im Sinne von: „Haben wir es nicht immer schon gesagt?“ Die SPD spricht von sozialem Patriotismus! Und dass man damit von den Staatsschulden runterkomme. Ist dem wirklich so? Die Einnahmen der „Vermögenssteuer“, die die SPD 2009 plante, hätten gerade mal dazu ausgereicht, um alle Kindergarten- und Krippenkinder exakt 15 Minuten pro Tag länger zu betreuen. Und von so etwas sollen wir unsere Schulden loswerden? Die SPD fühlt sich aber verstanden und möchte 2013 den Spitzensteuersatz von 42% auf 49% ab einem Jahreseinkommen ab 51.000 EURO erhöhen. Träfe das Herrn Müller-Westernhagen? Nein, dessen offizieller Wohnsitz ist in London, da ist er, wie auch Herbert Grönemeyer als „non domicile“-Ausländer nicht mit seinem gesamten Welteinkommen steuerpflichtig. Wie wäre es daher mit umziehen nach Deutschland? Träfe es Michael Otto? Wohl kaum seit dem es Abschreibungsmodelle und Verlustanrechnungen gibt. Er wäre hingegen von einer Vermögenssteuer sehr betroffen. Die muss unbedingt verhindert werden, deshalb der neue Hype um den höheren Spitzensteuersatz, der vor allem Ingenieure, IT-Fachkräfte, industrielle Facharbeiter und kleine Unternehmen bestraft. Also die Menschen des Mittelstands – auch Sozialdemokraten darunter - die für die Mehrzahl der neuen Produkte, Erfindungen und Arbeitsplätze in Deutschland verantwortlich sind. Können Michael Otto, Marius Müller-Westernhagen und Herbert Grönemeyer also rein gar nichts für unser Land tun? Doch, Sie könnten anderen Millionären folgen. Also meine Herren, künftig bitte
1. auf politisch korrekte Verneblung verzichten!
2. wenn möglich keine Abschreibungsmodelle nutzen
3. auf eigene Lobbyinteressen verzichten (Kohlepfennig, EEG, Landwirtschaft, Kapitalertragssteuerreduzierung etc.)
4. neue, nicht (EEG- etc.) subventionierte Arbeitsplätze schaffen
5. wenn möglich höhere Löhne und Gehälter zahlen (z.B. SAP)
6. unbedingt nicht mehr in Finanzderivate/Klimazertifikate sondern nur nochin Produktivvermögen (z.B. Fabriken, Maschinen und Software) investieren
7. eigene Mitarbeiter am Unternehmen nach liberaler Art beteiligen (Carl Zeiss, Robert Bosch, DM-Märkte)
8. denjenigen Hedgefonds die Einlagen entziehen, die Rohstoffe- und Nahrungsmittelkontrakte aufkaufen und das Angebot weltweit künstlich verknappen
9. Verzicht auf Zinsdifferenzgeschäfte beim Aufkauf von öffentlichen Anleihen
10. Investitionen in Bildung,Forschung und Entwicklung vorantreiben
Das erhöht die Chancen und das verfügbare Einkommen vieler und bringt mehr Geld in die Staats- und Sozialkassen.
1648 endete der 30-jährige Krieg in D. Im Jahr 1885 – mehr als 240 Jahre später - konnten die letzten deutschen Kommunen ihre Schulden aus diesem Krieg samt Zins und Zinseszins tilgen – weil eine Aufsteigerschicht von Handwerkern und Ingenieuren neue, nicht subventionierte Technologien und damit einen Wirtschaftsboom und enorm wachsende Steuereinnahmen ermöglichten.
Deshalb: Steuern müssen für niemanden erhöht werden – auch nicht für Millionäre! Steuern müssen für die arbeitende Normalbevölkerung (Einkommen bis 51.000 EURO/Jahr) gesenkt werden. Neue Technologien müssen her. Mehr Arbeitsplätze!
Herzliche Grüße, Ihr Ingo Kuntermann, Vorsitzender des Stadtverbandes
MTB 31/2011: Sich nicht erfüllende, politisch korrekte, also pessimistische Prophezeiungen
1. Bundesdeutscher Waldsterbens-Hype der 80er Jahre
“Der Spiegel”: “Wir stehen vor einem ökologischen Hiroshima.”
Der “Stern”: “Die Reihen der Bäume lichten sich wie Armeen unterm Trommelfeuer.”
Hubert Weinzierl (BUND): “Das Sterben der Wälder wird unsere Länder stärker verändern als der Zweite Weltkrieg.”
Und was war wirklich:
Die Bäume in Deutschland konnten diese Hiobsbotschaften nicht lesen. Vielleicht starben sie gerade deshalb nicht aus, sondern taten das genaue Gegenteil. Von 1980 bis 2006 nahm die deutsche Waldfläche um mehr als 3.700 Quadratkilometer zu. Das entspricht der 1,5-fachen Fläche des Saarlandes!
Im Jahr 2011 findet in der Tat ein enormes Waldsterben statt. Allerdings nicht in Deutschland, sondern in Südostasien. Dort werden Urwälder in großem Stil nachhaltig gerodet, um Ölpalmen anzupflanzen. Ihr Sterben und der Transport des Palmöls verursachen viel CO2 und politisch korrektes E10-Benzin im Kampf gegen den Klimawandel.
2. Hungerkatatstrophen-Phantasien des Club of Rome
Nach einer Studie des „Club of Rome“ von 1974 wurden 1 Milliarde Hungertote alleine in Asien vorausgesagt. Die asiatische „Mega-Hungerkatatrophe“ sollte in den 80er-Jahren beginnen und im Jahre 2010 ihren Höhepunkt erreichen.
Und was war wirklich:
Die Menschen Asiens lasen diese Berichte nicht, konnten also nicht verzweifeln, sondern krempelten – wie anno 1949 die Deutschen - die eigenen Ärmel hoch. Sie predigten ihren Kinder Leistungsbereitschaft und Wille zum Erfolg und brachten mit liberaler Wirtschaftspolitik ihre Ökonomien nach vorn. Heute produzieren sie die überwiegende Mehrzahl aller weltweit verbrauchten Konsumgüter und einen permanent steigenden Anteil an Investitionsgütern und Softwareprodukten. Im Jahr 2010 gehören mehr als 1 Milliarde Menschen in Asien zu den neuen, aufstrebenden Mittelschichten. Und ein Ende ist noch nicht abzusehen.
Herzlichst, Ihr Ingo Kuntermann, Stadtverbandsvorsitzender
MTB 20/2011 + RNZ - Sinkende Energiepreise und null Energiesubventionen dank "Shale Gas"!
Steffen Hentrich von der Friedrich Naumann Stiftung ist in Schriesheim kein Unbekannter. Im letzten Jahr hielt er bei der liberalen Runde einen Vortrag über den Klimawandel, der vom Mainstream abwich. In diesem Jahr informierte er im vollbesetzten Nebenzimmer des „Gästehauses Hauser“ auf Einladung des FDP-Stadtverbandes über das Thema „Shale Gas“. Schiefergas, so die deutsche Übersetzung, könnte laut Hentrich die weltweite Energieversorgung tiefgreifend verändern. Der Rohstoff ist im Gestein tief unterhalb der Erdoberfläche eingeschlossen und in riesigen Mengen vorhanden. Vor allem US-Amerikanische Unternehmen, führend in dieser Technologie, haben Techniken entwickelt, mit denen sich das Schiefergas erschließen lässt. Die Lagerstätten werden zuerst in vertikalen und horizontalen Bohrungen erreicht, die Bohrlöcher dann ausbetoniert und stabilisiert. Anschließend wird das Gestein aufgesprengt und das Gas mit sehr viel Wasser und Sand herausgedrückt. Die Zahlen über die möglichen Fördermengen klingen fast unglaublich: Steffen Hentrich zitierte die Schätzungen der Internationalen Energieagentur, wonach allein die USA 57 und Europa 35 Billiarden Kubikmetern Gas – das ist eine Zahl mit 15 Nullen! – besitzen. Europa dürfte etwa ein Drittel der vermuteten Weltreserven sein Eigen nennen, Deutschland davon die zweitgrößten Vorkommen. Die USA könnten sich beim derzeitigen Verbrauch gut 100 Jahre lang mit Schiefergas versorgen. Das Erdgas aus dem Tiefengestein wird die Energieversorgung grundlegend verändern. Schließlich könnten die Gas-Abnehmerländer in Europa ihre Vorkommen erschließen und würden damit selbst zu Gas-Exporteuren. Überall beginnen bereits Bohrungen. Steffen Hentrich wies darauf hin, dass Exxon-Mobil in Niedersachsen bereits an zehn Förderorten arbeitet. In Nordrhein-Westfalen möchte das Unternehmen ebenfalls Probebohrungen beginnen. Rußland und seine deutschen Unterstützer aus der früheren rot-grünen Bundesregierung etwa könnten die Konkurrenz auf längere Sicht zu spüren bekommen. Spiegelbildlich dazu endet die weitgehende Abhängigkeit Deutschlands von Gasimporten aus Russland. Der Stadtverbandsvorsitzende Ingo Kuntermann merkt dazu an, dass sich in der aufgeheizten Energiedebatte die Gewichte verschieben werden. Viele Politiker, so seine Ansicht, die das Bild einer Energiewirtschaft ohne CO2-Ausstoß beschwören, könnten ihre unrealistischen Visionen einer durch erneuerbare Energiequellen versorgten Welt schon bald ad acta legen. Und weiter meint er dazu: „Denn fragwürdige Untergangsszenarien, steil steigende Energiepreise und ausufernde Solar-und Windenergie-Subventionen dürften auf Dauer der Überzeugungskraft eines überreich vorhandenen und vielfältig nutzbaren Energieträgers wie Shale Gas nicht standhalten können.“ Zudem wies Ingo Kuntermann auf die Interdependenzen hin: „Wer auch immer zeitgleich die Energiewirtschaft umbauen, die Staatsverschuldung zurückführen, einen Wirtschaftsboom erhalten, den Mittelstand entlasten und zugleich noch Not leidende EU-Staaten unterstützen will, braucht ebenfalls dringend und zugleich neue Märkte, technische Innovationen, Exportgüter, zusätzliche Arbeitsplätze und Steuereinnahmen und sinkende Strompreise. Shale Gas bietet das alles.“ Ingo Kuntermann
MTB 19/2011 Der Anfang vom Ende
Der Koalitionsvertrag der designierten Landesregierung ist zum einen die „Platte der sieben Grausamkeiten“ und zum anderen der Anfang vom Ende dieses Bündnisses. Zwischen den Aussagen „Wir haben Sonne im Herzen“( Kretschmann) und „Wir haben Benzin im Blut“ (Schmid) liegt das ganze Dilemma der neuen Koalition. Das ist keine Partnerschaft von Freunden, sondern das argwöhnische Agieren von Zweien, die gegengeinander kämpfen werden und müssen. Bei den klassischen Fachministerien liegen die SPD mit 7:4 vorn, insbesondere bei den beeutenden wie Finanzen/Wirtschaft, Inneres, Justiz, Kultus und Arbeit/Soziales. Auf der grünen Seite findet sich nur Umwelt und Verkehr. Da kann man nicht schönreden. Ämter ohne politisches Gewicht wie Staatssekretäre und Büroleiter zählen nicht! Das ist fatal. Die Grünen können damit nicht beweisen, dass sie außerhalb ihrer ursprünglichen Kernthemen überhaupt Kompetenzen haben. Als so genannte „neue Volkspartei der Mitte“ muss man aber auf allen klassischen Politikfeldern nicht nur etwas zu sagen haben. Eine Konsequenz aus der Vereinbarung hat man gar nicht durchdacht: Wenn der Volksentscheid zu S21 scheitert – und alle Signale deuten darauf hin - wird ein grüner Verkehrsminister den neuen Bahnhof bauen müssen und gegen die neue Koalition wird demonstriert werden. Wasserwerfer und Schlagstöcke dann auf die eigenen Wähler?
Oder wird man das Votum unter Umständen gar nicht akzeptieren (Boris Palmer) und dann damit wirklich wegen eines Bahnhofs gegen das Votum von 72% der Wähler die Verfassung gefährden? Das kann nicht wirklich gewollt sein, möchte man wirklich eine weitere Wahl gewinnen, geschweige denn eine Legislaturperiode durchhalten.
Der künftige Superminister Wirtschaft/Finanzen reist schon jetzt aufgeschreckt durch die Lande und versucht, die Porsches, Daimlers, Herrenknechts und Liebherrs zu beruhigen. Auch das ist ein falsches Signal bevor die Regierung überhaupt ins Amt kommt. Wer ist hier Koch und wer ist Kellner?
Stichwort Schulden. Man ist doch angetreten, um den "schwarz-gelben Schuldenberg zu reduzieren". Deshalb werde man lt. Koalitionsvertrag ab 2020 keine Schulden mehr machen. Das heißt im Klartext, dass die neue Regierung von 2011-2019 weitere Schulden aufbauen wird. Also noch mehr Schulden? Wie viel?
Und die Bildung? Es läuft auf eine Einheitsschule hinaus. Längeres gemeinsames Lernen. Hört sich gut an. Kenntnisarmut erleichtert Meinungsstärke. Es gibt aber auch in einer Gesamtschule pro Klassenstufe drei abgestufte Leistungsklassen je Fach. Wird nie erwähnt. Aber wozu dann Experimente auf den Rücken der Schwächsten? Hier formiert sich – neben S21 – die nächste Bürgerbewegung, die die neue Regierung zu Fall bringen kann, wenn sie versucht dieses tote Pferd zu reiten. Die hohen Umfrageergebnisse täuschen darüber hinweg. Wenn die Regierung zu arbeiten beginnt, startet auch die Opposition.
Freundliche Grüße, Ingo Kuntermann, Stadtverband Schriesheim
2011 - RNZ- Leserbrief zu S21
Wenn eine Demonstration von 50 000 Menschen rechtsgültige Baugenehmigungen aushebeln kann, dann Auf Wiedersehen Rechtssicherheit. Wir leben in einer indirekten Demokratie und das aus gutem Grund. Wer den Leuten nach dem Munde redet wie die SPD, begeht einen schweren politischen Fehler. S21 ist eine Großaktion, bei der die SPD alles vergessen machen will, wofür sie selbst gestimmt hat! Der Hysterie nachzugeben, ist hoch explosiv. Es ist auch beschämend, dass sich die Grünen unter Claudia Roth nicht an die Friedenspflicht halten, die Heiner Geißler fordert, sondern weiter Öl ins Feuer gießen.
S21 hat längst die verkehrs- und finanzpolitische Ebene verlassen, eben deshalb ist politische Klarheit angesagt. Wenn die FDP im März 2011 deswegen aus der Regierung fliegt, dann nicht zuletzt wegen ihrer konsequenten Haltung in dieser Sache. Es kommt aber darauf an, zu tun, wofür man gewählt worden ist, und nicht darauf, wie schön man sein Fähnchen in den Wind hängt
Stefan Mappus wird S21 sicherlich schaden. Nicht dass er baut, sondern dass er sich jetzt jemanden als Schlichter holen muss, weil er selbst nicht für seine politische Linie einstehen will. Wenn er die Wahl verliert, dann genau deshalb. Wer nach einer anderen Autorität ruft, hat selbst keine.
Ingo Kuntermann, FDP Stadtverband Schriesheim, Vorsitzender
MTB 2011: 30 Jahre Grüne
Für die einen ist das ein Anlass zu feiern, für die anderen, die enorme Differenz zwischen Selbstsicht und Wirklichkeit herauszuarbeiten. Waren die die Grünen – anders als die Liberalen – jemals an einer einzigen positiven Veränderung dieser Republik aktiv beteiligt?
Die Grünen behaupten, dass sie die Republik und die Frauen per se freier gemacht hätten. Die Reform des Familien-, Straf- und Sexualrechts fand aber während der sozialliberalen Koalition in den 70er Jahren statt. Gab es die Grünen da schon?
Grüne haben tote Bäume zu Demonstrationen hingeschleppt, aber Whyl und die Stuttgarter Ostumgehung wurden von liberalen Bürgerbewegungen zu Fall gebracht. Grüne demonstrieren für ihr Leben gerne. Aber Schwarz-gelb haben die Umweltschutzgesetzgebung und die dazugehörigen Standards eingeführt. Nur das hat Wasser und Luft so sauber wie noch nie werden lassen.
Gab es da nicht auch ein Problem mit der deutschen Demokratie? Oder zumindest mit der Verteidigung derselben? Wer prägte angesichts der sowjetischen Bedrohung durch SS20-Raketen das Motto „Lieber rot als tot!“? Das klang einladend und zumindest nicht sehr selbstbewusst! Gilt wieder ein vergleichbares Motto angesichts der Bedrohung unserer Demokratie durch Islamisten und Scharia?
Liberale blieben damals ihrem Regierungsauftrag treu. Die Sowjetunion wurde isoliert und brach zusammen, anstatt ihren Einflussbereich weiter nach Westeuropa auszudehnen.
Der Vordenker der Grünen, Herbert Gruhl, schwärmte in Buchform von der Überlegenheit des Kommunismus und forderte diktatorische Maßnahmen. Hätte er wirklich Schriesheim gegen Bittefeld tauschen wollen?
Wer wollte die Einheit nicht? Wer räumte die kommunistischen Schutthalden der Geschichte weg? Dass im Osten Deutschlands überhaupt wieder etwas blüht, ist ausschließlich der Regierung Kohl/Genscher geschuldet. Wo waren da die Grünen? Ach ja, sie waren ja gerade aus dem Bundestag gewählt worden und übten sich wieder in totaler Opposition.
Niemand von den Grünen will Atomenergie. Bis auf die Leute, die zur so genannten „Atomlobby“ überliefen. Gibt es ja auch welche aus Schriesheim. Wer aber hat die Forschungsgelder gekürzt? Und auch angeblich die Reaktorsicherheit nicht weiter entwickelt, was jetzt hoch emotional reklamiert wird? Keine Wiederaufbereitung bedeutet außerdem Endlagerung für zehntausende Jahre. Denkt man inmitten der Emotionalität jemals an Konsequenzen und Interdependenzen?
Wer fordert seit Jahrzehnten die Gesamtschule und ignoriert standhaft, dass es gerade die konservativ-liberalen süddeutschen Länder sind, die die besten Ergebnisse hervorbringen?
Wer hat nach 1945 Truppen ins Ausland entsandt? War das etwa eine Bundesregierung mit grünen Ministern? Historisch Interessierte denken an 1914. Ohne linke Zustimmung nix los auf dem Schlachtfeld.
Wer hat HartzIV mit eingeführt? Und zugleich die öffentliche Subventionierung von ineffizienten Solardächern, deren Kosten voll und ganz auf die Mieter umgelegt werden können? Wer belastet hiermit niedrige Einkommen und Staatshaushalte? Die Stromkosten werden noch lange Jahre steigern, und zwar für jeden von uns.
Summa Summarum: Jede neue Generation der Grünen möchte gerne verbieten, umerziehen, umformen, eigentlich die Welt retten. Warum eigentlich? Will die Welt gerettet werden? Muss sie es denn? Geht es nicht ein bisschen kleiner? Alle Extreme ergeben jeweils: Am Ende eines Rettungsversuches steigt immer der Druck auf die zu Rettenden, liegt nie das erhoffte Paradies.
Herzlichen Glückwunsch zum 30., Ihr lieben Grünen! Dass es Euch gibt, beweist eindeutig, dass wir ein sehr, sehr reiches Land sein müssen! Denn anders wären Eure Ideen nicht zu finanzieren.
Viele Grüße, Euer Ingo Kuntermann, Vorsitzender des FDP Stadtverbands Schriesheim